Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-955536
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Der 
frühenglische 
Styl. 
verschieden und sogar mit halbkreisförmigen Bögen inner- 
halb derselben Gruppe verbunden. 
Geht man näher auf das Einzelne ein, so findet man 
an allen Gliedern eine eigenthümliche, von der continentalen 
Auffassung abweichende Behandlungsweise und dabei viel- 
fache Variationen derselben Grundgedanken, welche be- 
weisen, dass die Architekten diese Abwechselung ohne 
verwaltende Berücksichtigung des Ganzen zu einer Auf- 
gabe ihres Scharfsinnes gemacht haben. Die Pfeiler be- 
stehen einige Male, wie in der Kathedrale von Salisbury 
und im Chor der Kathedrale von Chichester, aus einem 
(zylindrischen Stamm mit mehreren schlanken, frei und weit 
abstehenden monolithen Säulen, häufiger aus einer zusam- 
menhängenden Gruppe von mehreren, bald mehr, bald we- 
niger vertretenden, aber mit dem Kern zusammenhängenden 
Säulen, wobei dann aber wieder sehr verschiedene Formen 
vorkommen. In der Kathedrale von Lincoln stehen diese 
v n,  Säulen Weit ab und sind nur rück- 
 wärts verlängert und so mit dem 
E?" Kerne verbunden; in der von Wells 
im g 5;. sahen wir, dass statt der acht Säulen 
   eben so viele kleine Säulenbündel an- 
 irlm; i  gebracht sind; im Chore von Wor- 
    H '11) cester stehen sogar zwischen den acht 
 l Nimm  [l Säulen gleichsam in zweiter Linie acht 
  kleinere; im Langhause des Münster zu 
_ Beverley haften sie dicht aneinanderge- 
 rückt an einem nicht sichtbaren Kerne, 
 sind aber verschieden gebildet, nur die 
 den Axen entsprechenden (zylindrisch, 
die diagonalen dagegen mit einer hervortretenden Spitze. Da- 
mit verwandt ist eine andere häufig vorkommende Sonder- 
barkeit, die nämlich, dass die Säulen zwar cylindrisch ge-
        

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