Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-955391
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Frühenglischer 
Styl. 
Worcester findet. Zwischen den vorderen den Bogen tra- 
genden Säulen und etwas hinter diesen zuriickliegend, sind 
nämlich andere kleinere und niedrigere angebracht, deren 
Bogenspitze durch die erstgedachten Säulen verdeckt ist. 
Es ist ein Formenspiel, das einigermaassen an die sich 
durchschneidenden Bögen des älteren Styls erinnert, aber 
eine bestimmtere illusorische Tendenz hat, indem es gleich- 
WH 1 _gv_w_njw__ sam eine perspectivische Durchsicht 
 durch zwei neben einander fort- 
  laufende Arcadenreihen iingirt. Dies 
i wird in anderen Fällen noch deut- 
  licher dadurch, dass die kleineren 
 Zwischensäulen keine Basis haben 
F   und daher so erscheinen, als 0b 
N ß  diese durch die vordere Säulenreihe 
i E  verdeckt werde. 
   Ein anderer Bau von grosser 
  izäi Reinheit dieses Styls ist der Chor 
Bevww der Kollegiatkirche von Southwell 
(Nothinghamshire). Bemerkens- 
werth ist hier die Schlusswand des Chors, indem sie durch 
zwei Reihen von je fünf Lancetfenstern, die untere mit 
gleicher, die obere mit nach der Mitte zu steigender Höhe 
fast ganz durchbrochen ist. Ohne Zweifel War dies wäh- 
rend der Herrschaft des früh englischen Styls die gewöhn- 
liche Anordnung, welche indessen in den meisten Fällen 
(namentlich auch in Beverley) in späterer Zeit durch das 
Einbrechen von kolossalen Maasswerkfenstern verdrängt ist. 
Die Kathedrale von Wells ü] wurde im Jahre 1214 
begonnen und schon 1239 geweiht. 1242 wurde der An- 
fang mit dem Fagadenbau gemacht. Der Chor ist ohne 
V01. 
Britton 
Cath. 
Antiq. 
V01. 
IV 
und 
Winkles 
Cathedrals
        

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