Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-954637
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Die 
romanische 
Schweiz. 
auf der einen, Petrus, Johannes den Evangelisten und einen 
anderen Apostel auf der anderen Seite, in dem strengen 
byzantinisnenderl Style, der in Frankreich im zwölften Jahr- 
hundert herrschte. Wir sehen daher hier Anklänge an 
französischen Styl und mehr an den von Burglmd als an 
den der Provence. 
Die 
Kathedrale 
VQIl 
Genf hat 
schwerlich 
noch 
Ueber- 
reste aus dem Bau, welcher von 950 bis 1034 ausgeführt 
wurde  obgleich manche Details noch sehr alterthiimlich 
erscheinen, sondern gehört dem Ende des zwölften und 
dem dreizehnten Jahrhundert an. Das Langhaus erinnert 
in seiner Anlage fast an italienische Kirchen gothischen 
Styls, indem die Abstände seiner fünf Pfeiler überaus 
gross, fast der Breite des Mittelschiffs gleich sind. Diese 
Pfeiler sind zwar särmntlich gleich, aber übrigens ähnlich 
wie die der Kathedrale von Lausanne, sehr stark, mit 
zwölf Halbsäulen umstellt, zwischen denen die Ecken des 
Kerns kaum merklich hervortreten, und von denen die 
mittleren ununterbrochen zum Gewölbe aufsteigen. Die 
attische Basis hat das ausgebildete Eckblatt, die Kapitäle 
sind sämmtlich verschieden und mit sehr mannigfaltigem 
Schmucke ausgestattet; bald mit heiligen Darstellungen, 
bald mit Sirenen, Vögeln, geflügelten Greifen und anderen 
grottesken Gestalten, bald endlich bloss mit Blattwerk oder 
V erschlingungen , stets mit unverkennbarer Reminiscenz an 
das korinthische Kapitäl. Die Gestalten, Christus, die drei 
Marien am Grabe, Melchisedek, Abraham und Andere, sind 
mlendlich roh behandelt, die phantastischen Figuren, unter 
denen sich auch eine Chimaera mit der Namensbezeiehnung 
lindet, lassen symbolische Beziehungen erkennen, aber das 
 Wie dies Blavignac Histoire de 
annimmt. Derselbe giebt übrigens einen 
LXXIII einige Details. 
PAx-chitecture sacräe S. 277 
Grundriss, und Taf LXV 
        

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