Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Entstehung und Ausbildung des gothischen Styls
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952410
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-954340
Vilars 
de 
Honecourt. 
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sieht, er hilft sich wie er kann. Die architektonischen Theile 
des Buchs geben manche interessante Einzelheiten. Unter 
den Grundrissen befindet sich der des Chors der Kirche 
zu Vaucelles, eines unfern seines G-eburtsorts Honecourt 
gelegenen Cistercienserklosters, mit dem Umgange und 
mehreren Kapellen, von denen jedoch die mittlere, Wie auch 
sonst an Cistercienserkirehen, einen rechtwinkeligen Schluss 
hat. Ausserdem giebt er noch ein Mal einen Grundriss, 
mit der ausdrücklichen Bemerkung, dass er geeignet sei, 
für jenen Orden ausgeführt zu werden  was insofern 
bemerkenswerth ist, als es zeigt, dass man schon damals 
auf die Eigenthümlichkeit der Cistercienserkirchen achtete, 
und dass, wenn auch der Orden seine eigene Bauschule 
hatte, auch andere Architekten für ihn zu arbeiten unter- 
nahmen. Mehrmals begegnen uns Entwürfe, anscheinend 
ohne feste Bestimmung, aus denen hervorgeht, dass die 
Meister dieser Zeit sich gern mit schwierigen Problemen 
beschäftigten. S0 giebt er ein Mal einen Thurm, an welchem 
das Aehteck aus dem Viereck entwickelt wird, ein anderes 
Mal den Grundriss eines viereckigen Kapitelhauses, dessen 
Gewölbe einen achteekigen Stern bildet und auf einer Säule 
ruhet; er bemerkt dabei ausdrücklich, dass dies nicht zu 
schwer laste, Wenn das Mauerwerk gut sei. Es scheint 
daher, dass dies Gewölbe eine neue Erfindung war, die 
indessen nicht sofort weitere Verbreitung fand, "wenigstens 
kennen wir kein Beispiel so früher Sterngewölbe in Frank- 
reich. Besonders bestätigen aber diese Zeichnungen, dass 
die Architekten zu wandern und zu vergleichen liebten, und 
dass sie die Nachahmung der als gut anerkannten Formen 
keinesweges scheuten. Bei der Zeichnung eines Thurms 
von Laon bemerkt er, dass er der schönste sei, den er 
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