Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-936562
Byzantinische 
Werke 
in 
Italien. 
547 
lerno eine von Robert Guiscard also ungefähr gleichzeitig 
gestiftete, an welche sich die am Grabe des Boemund von 
Antiochien (1- 1110) in Canosa und die des Doms zu 
Troja vom Jahre 1119 auschliessen, auf denen sich schon 
italienische Künstler Rogerius aus Amalfi und Oderisius 
Berardus aus Benevent als Verfertiger nennen. Aber auch 
in der Marcuskirche von Venedig ist eine der ehernen 
Thüren lmzweifelhaft von byzantinischer Arbeit, während 
eine andere spätere eine in Venedig gefertigte Nachahmung 
derselben zu sein scheint ä]. 
Dass nach Venedig auch sonst griechische Kunstwerke 
kamen, ergiebt schon die berühmte Pala d'oro im Sehatze 
der M arcuskirche, ein grosses aus vielen Emailgemälden 
zusammengesetztes Altar-Werk, in Welchem Darstellungen 
aus der evangelischen Geschichte, Heilige und Engel, dann 
aber auch die Bilder des Dogen Ordelafus Faledrus und 
der Kaiserin Irene Komnena, Gemahlin des Kaisers Alexius 
angebracht sind. Die Vortrefflichkeit besonders der grösse- 
ren mit griechischen Inschriften versehenen Bilder macht es 
nicht unwahrscheinlich, dass diese aus einer früheren und 
besseren Zeit der byzantinischen Kunst, etwa aus dem 
zehnten Jahrhundert stammen, während andere, nament- 
lich jene Portraitbilder, ohne Zweifel bei dem Erwerbe der 
Tafel für den genannten Dogen gefertiget sind, der sie im 
Jahr 1105 nach Venedig brachte im). Ebenso werden auch 
a) Jene hat griechische Inschriften. Die Zeit ihrer Aufstellung 
in Venedig ist unbekannt, dass sie durch die Plünderung der Sophien- 
kirche im J. 1204 dahin gelangt, eine unerwiesene und in der That 
unwahrscheinliche Vennuthung. Vgl. Cicognara III, 343 und Taf. 7, 
Nro. 8  10 Abbildungen aus beiden Thüren. 
im] Dies wird zugleich mit der Nachricht von einer Reparatur 
vom J. 1290 und einer Ausschmückung durch Gemmen im J. 1345 
[bei welcher ohne Zweifel die gothischen Einfassungen der Bilder ent- 
standen sind), in einer Inschrift mitgetheilt, die in der deutschen Ue- 
35 x
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.