Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-936452
536 
Italienische 
Plastik 
und 
Malerei. 
ten Jahrhunderts in seinen Diensten hatte  Auch das 
berühmte Pallium in S. Ambrogio von Mailand, auf dem 
sich der Meister Wolvinus magister Phaber nennt und 
dessen Entstehung sicher in die erste Hälfte des neunten 
Jahrhunderts fällt (um 832), lässt, ungeachtet mannig- 
faeher Reparaturen, so verständige, altehristliche Motive 
erkennen, dass wir es als ein Zeugniss des um diese 
Zeit noch erhaltenen Kunstsilmes anführen dürfen  
Noch bedeutender sind die Mosaiken der Vorhalle in der 
venetiaxlischen Marcuskirche, welche Rumohrrkt-lä), we- 
gen ihres grossen Verdienstes der Zeit des Exarchats 
zuschreiben zu müssen glaubte, die aber unzweifelhaft erst 
aus der zweiten Hälfte des elften Jahrhunderts stammen, 
Weil die Vorhalle selbst nicht früher erbaut Wurde, und 
Weil ihre Inschrifteil der Form und dem Inhalte nach auf 
diese Zeit hinweisen. Indessen ist es wahr, dass der Styl 
in Gewandung und Haltung der Figuren, in der ganzen 
Anordnung und Zeichnung noch soviel antike Motive zeigt, 
dass er uns über die Entstehungszeit täuschen könnte. Der 
Zusammenhang der Lagunenstadt mit Byzanz macht es 
freilich nicht unwahrscheinlich, dass dabei griechische Künst- 
ler mitgewirkt haben, aber die durchweg lateinischen In- 
schriften und selbst die naive und frische Auffassung, mit 
der die heiligen Geschichten hier dargestellt sind, sprechen 
dafür, dass lateinische Hände die ausführenden waren. Auch 
die Mosaiken der Tribune des Doms auf der Laguneninsel 
'l'0rcello, die sich von den Formen des kolossalen Mo- 
saikbildes der Westseite in derselben Kirche, das offenbar 
Fiorillo 
109. 
H) Abbildungen bei Agincourt Se. 
Mailänder und in der deutschen Ausgabe. 
Tab. 
XXVI. 
bis 
Cin 
der 
wk-q-"Ical. Forsch. 1, 
Mal. XVIII, 4 und 5. Vgl. 
175. Unbedeutende Proben bei Agincourt 
Kugler Handb. d. G. d. Mal. Q. Ausg. I, 277.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.