Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-935497
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Norwegen; 
Faqade des Südkreuzes ist ohne Portal und durch drei 
starke von eingeblendeten Säulchen verzierte Lisenen in zwei 
grosse Arcaden getheilt, in welchen je ein Fenster steht. 
Diese [Venster und die jene Lisenen verbirldeilden Bögen 
sind halbkreisförmig und mit Zickzack versehen. Das 
nördliche Kreuz hat dagegen ein rundbogiges Portal mit 
Vorhalle, und (larüber bis zum Giebel Arcadenreihen, in 
denen der Spitzbogen neben einigen Rundbögen vorherrscht. 
Die Seitenwände der Kreuzarme sind in gleicher Weise, 
wie jene Südfagzarle, mit grossen, auf den Ecksäulchen der 
Lisenen ruhenden Bögen und Fenstern ausgestattet. Im 
Inneren sind beide Kreuzarme durch dreifache 'l'rilbrien be- 
lebt, in welchen theils einfache, theils verbundene Säulcheil 
bald mit glatten Kelchen, bald mit Blattwerk an den Ka- 
pitälen, gedrückte Rundbögen tragen ä). Anscheinend wa- 
ren sie nicht gewölbt, sondern mit gerader Decke versehen. 
Die Arcaderlreihen am Aeusseren des Nordkreuzes, die 
wiederholten 'l'ril"0rien im Inneren beider Kreuzarme erinnern 
an englische Bauten aus der zweiten Hälfte des zwölften 
Jahrhunderts. Auch die Details, die würfelförmjgen und 
gefältelten Kapitale, die Ziekzackverzierung, die 'l'hier- und 
Menschenköpte, welche als Consolen (lienen, die Anord- 
nung der Fenster und besonders das Portal im Nordkreuze 
erinnern lebhaft an englische Bauten des späteren norman- 
nischen Styls  Es ist daher nicht zu bezweifeln dem), 
1') Leider giebt das Werk von Minutoli gerade von diesem älteren 
Theile der Kirche nur kleine, ungenügende Aussensichten und wenige 
Details. 'l'af. VII, Fig. 2, Ö, 8, 12, 13, 15. Auch die Beschreibung 
(S. 15, 16, 20] ersetzt diesen Mangel nicht. Eine aber auch archi- 
tektonisch nicht völlig genügende Ansicht des Inneren ist in dem an- 
geführten Werke von Gaymard gegeben. 
 v. Minutoli, S. 20, zählt eine Reihe englischer Bauten auf, 
die er damit in Vergleichung bringt. 
 Der Grund der entgegengesetzten Annahme bei Minutoli 
scheint in der That in nichts Anderem zu bestehen, als dass er den
        

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