Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-935383
Dännemark. 
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Swein Gabelbart zur Eroberung von England auszog, als 
sehr glänzend. Die Schiffe Waren bemalt, mit Gold und 
Silber verziert, mit einem Thurme versehen; die Wahr- 
zeichen der Anführer, Thiere oder Menschengestalten, 
prunkten daran in glänzendem Metall  Swein war 
Heide geblieben, sein Sohn Knud der Grosse, der Besieger 
von England (1014  1035), wandte sich wieder dem 
Christenthume zu und begünstigte es in seiner I-leimath. 
Er gründete mehrere Kirchen in Dännemark, wie es scheint 
auch steinerne, denn er sandte Steine und Ziegel zu diesem 
Zwecke aus England; man zeigte" noch später die Kirche 
zu Hollingstede als von solchen Steinen errichtet 40k]. Auch 
soll ein englischer Meister, Karl, dem Bau der Förlums- 
kirche im Amte Mariager vorgestanden haben setzt). Indessen 
war ohne Zweifel Holz noch lange das vorherrschende 
Material; wie alle seefahrenden Völker werden auch die 
Dänen eine Vorliebe für dasselbe gehabt haben. Knuds 
eigene Kirchenbauterl in England waren, wie schon oben 
erwähnt, hölzerne, und selbst die Wände der Königsburgen 
in Dänuemark und Norwegen bestanden nur aus grossen, 
äusserlich durch einen Theeranstrich geschützten, innerlich 
durch bunte 'l'eppiche verdeckten Baumstämmen, deren 
Lücken mit Moos verstopft waren  Noch im Jahre 
1086 war die Kirche der Königsburg zu Odense, in wel- 
cher Knud der Heilige den Tod fand, von Holz  und im 
F) Dahlmann a. a. O. S. 97. 
H) Fiorillo, e. d. z. K. in 1). 11, 137. 
i'd) Münter, Kirchengeschichte Dännemarks I, 414. 
 Dahlrnailn a. a. O. II, 124. 
 Nach Saxo hatte sie ligneos parietes und nach der Knytlinga 
Saga war die Kirche Magnum ligneum templum pluribus et xnagnis 
vitreis fenestris instructurn. Vgl. die Stellen bei Langebek, Scr. rer. 
Dan. III, 365 in der Note. Auch das Glas war also noch eine Selten- 
heit, da es besonders erwähnt wurde.
        

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