Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-935374
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Scandinavien. 
neuen Heimath so leicht fügten, so kann man es in noch 
viel höherem Grade von den im Mutterlande zurückgeblie- 
benen Stämmen erwarten, die den Traditionen ihrer Vor- 
zeit und den klimatischen Einflüssen des Nordlanxles unter- 
werfen blieben, und dem Christenthume langen und hart- 
näckigen Widerstand entgegensetzten. Es ist daher an sich 
nicht unmöglich, dass die Eigenthümlichkeiten der englischen 
Architektur, Welche diese von der der Normandie unter- 
scheiden, dennoch scandinavischen Ursprungs und Während 
der Dänenherrschaft auf die brittische Insel übergegangen 
sind. Auch finden wir in der That bei den freilich nicht 
in sehr grosser Zahl erhaltenen ältesten Kirchen Scandina- 
viens einige Züge, welche an die englische Architektur 
erinnern, und es fragt sich daher, in Welchem beider 
Länder sie ursprünglich waren. Um diese Frage zu beant- 
worten, wollen wir zunächst die Monumente der scandi- 
navischen Länder, soweit sie dem Rundbogenstyl angehö- 
ren, geographisch und ohne uns gerade auf die gegenwär- 
tige Epoche zu beschränken, in Verbindung mit den histo- 
rischen Nachrichten betrachten. 
Dännemark War dasjenige dieser Länder, in welchem 
das Christenthum zuerst Eingang fand. Schon König Ha- 
rald Blauzahn (936  986) verlies den Glauben seiner 
Väter und beförderte in Jütland die Erbauung dreier höl- 
zerner Kirchen; er wurde in der auf seiner Königsburg 
zu Roeskilde von ihm erbauten, ebenfalls hölzernen Drei- 
faltigkeitskirche begraben  Diese Kirchen waren ohne 
Zweifel sehr einfach, schon um den Widerwillen des 
Volkes gegen das noch verhasste Christenthum nicht zu 
reizen. Indessen scheint es doch, dass die Dänen nicht 
ganz ohne Kunstübung und Prachtliebe waren; wenigstens 
schildert Adam von Bremen die Flotte, mit der König 
Dahlmann , 
Ges eh. 
78 und 
Dänn am ark
        

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