Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-935150
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Englisch -xl0rmannischer 
Styl. 
Um 
dadurch 
für 
die 
bedeutende 
Zahl 
der 
Mönche 
Raum zu 
gewinnen. Man hat berechnet, dass unter vierzehn Kirchen 
der früheren Zeit nur drei eine Chorlänge von zwei, eben 
so viel eine von drei, acht aber eine von vier oder fünf 
Arcaden erhalten hatten  Bald reichte aber dies für die 
Kathedralen, wo Chorllerren und Mönche gesonderte Plätze 
brauchten, nicht mehr aus. Man vergrösserte daher die 
Chöre noch bedeutend mehr, und gab ilnien als Erweite- 
rung ein zweites Kreuzschiff. Die erste Anlage dieser Art, 
von der wir wissen, ist jener schon erwähnte Chor, den 
der Prior Ernulf um 1096 der von Lanfranc erbauten Ka- 
thedrale von Canterbury hinzufügte. Hier erhielt der Chor, 
die Apsis mit ihrem Umgange ungerechnet, schon neun 
Pfeiler auf jeder Seite, und dabei ein zweites Kreuzschiß im). 
Durch diese grosse Länge und besonders durch die Wie- 
derholung des KreuzschiITes War aber die einfache Kreuz- 
form und die rhytlnnische Beziehung der Theile zerstört; 
das Ganze der Kirche war weniger übersichtlich. Dies 
brachte denn auch eine Weitere, noch wichtigere Aenderung 
hervor; man gab allmählig die Rundung der Chornische 
auf, und schloss das Gebäude lin Osten wie in Westen 
mit einer geraden Wand. Wo dies zuerst geschehen, 
können wir nicht angeben; die meisten grösseren norman- 
nischen Bauten, wo der alte Chor oder doch die zu dem- 
selben gehörige Krypta noch erhalten sind, die Kathedralen 
von Norwieh, Peterborough, Gloucester, Worcester, und 
die Abteikirchen von St. Bartholomeivs the great in Lon- 
ulon und von 'l'ewkesbury lassen eine runde Uhornische 
ß) Willis in 
Canterbury, S. 67. 
d cm 
angeführten 
Werke 
über 
die 
Kathedrale 
VOTI 
M) Die Beschreibung 
richt (bei Twisden, Script. 
Willis a. a. O. S. 38. 
giebt Gervasius in seinem erwähnten Be- 
rer. Angl. p. 1289  eine Zeichnung
        

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