Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-935121
Charakteristik 
und 
Details. 
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und andere ä) sind Beispiele solcher normannischen Keep- 
towers. Bei dem Reichtlunn und der Prunklust dieser nor- 
mannischen Grossen fehlte es dann aber auch nicht an aus- 
gedehnteren Schlössern, in denen architektonischer Schmuck 
mannigfache Stellen fand. Das Schloss von Durham, ob- 
gleich in späteren Jahrhunderten verändert, enthält noch eine 
prachtvolle, mit complicirter normannischer Ornamentation 
ausgestattete 'l'hür, und in einem oberen Stockwerke eine 
1130i] dem Hofe zu gehende offene, ebenfalls reichgeschmückte 
Säulenhalle. Die Decoration War daher hier in unmittelbarer 
Beziehung zu den festungsartigen Formen und zu dem 
kriegerischen Leben gebracht. 
Das Land war aber- nicht bloss an die normannischen 
Ritter, sondern auch an ilormannische Priester übergegan- 
gen. Bischöfliche und klösterliche Würdenträger Wurden 
nur aus ihnen genommen, die Sieger durften die Besiegten 
auch hier nicht im Besitze lassen. Die Politik der Könige 
brachte es mit sich, dass sie dahin strebten, entschlossene, 
thatkräftige, im Nothfalle auch zum Kriege bereite Männer an 
die Spitze dieser mächtigen Institute zu stellen. Bei dieser Lage 
der Dinge mussten die geistlichen Sitze, selbst die Kirchen, 
gegen etwanige Angriffe gesichert Werden. Darauf zielten 
auch die geistlichen Einrichtungen hin. Abweichend von 
dem Herkommen des Continents, WO die Mönchsorden ge- 
wöhnlich mit den Bischöfen Wetteiferten und stritten, waren 
hier die Bisthümer mit Benedictinerklöstern verbunden. Die 
Dome erhielten dadurch gleichsam eine zahlreiche geistliche 
Besatzung, sie unterlagen der klösterlichen Clausur und 
erlangten dadurch das Recht , sich sorgfältig nach aussen- 
hin zu verwahren. Der Palast des Bischofs, die Woh- 
Illlllgöll der Domherren und der Mönche, alle die Räum- 
lichkeiten, welche die Lehrzwecke und die Lebensbedürf- 
Arch. 
Britton , 
26a:
        

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