Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934931
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England. 
steigen sie einfach von unten bis-zum Gesimse, im zweiten 
sind sie an ihrem Fusse durch kleine Bögen , im oberen 
dagegen durch rautenförmig gelegte Blöcke verbunden und 
verstärkt. Fenster und Portale dieser Bauten sind zuweilen 
mit zwei solchen geraden, im spitzen Winkel an einander 
gestellten Steinrippen, öfter mit halbkreisförmigen Bögen 
gedeckt, welche letzte nicht selten in Ziegeln, die den 
römischen unvollkommen entsprechen, gewölbt sind. Immer 
aber ist der innere Raum bis zur Spitze des Bogens oder 
Winkels offen, mithin ohne steinernes Bogenfeld; eine 
Eigenthiimlichkeit, die sich auch in der späteren Archi- 
tektur erhielt. Die Gewände dieser Portale sind manchmal 
ganz unverziert, so 
coustruirt sind, von 
dass die Steinlagen, aus Welchen sie 
unten auf ununterbrochen durch den 
Bogen durchlaufen, oder sie haben ein rohes, bald aus 
einem behauenen Steinblocke, bald aus mehreren Schiefer- 
stücken bestehendes Kämpfergesimse. Die Fenster und 
Schallöffmnlgen dieser 'l'hürme sind mehrmals durch kleine 
Säulen sehr eigenthümlieher Form ge- 
il theilt, deren Stamm entweder cylindrisch 
 oder mit starker Schwellung gearbeitet, 
 und von mehreren Ringen lmigeben ist; 
 eben solche Ringe bilden dann die Basis 
 und das Kapital, so dass dieses aus 
   mehreren schmalen, bald mehr, bald we- 
 niger vertretenden tellerartigen Steinblö- 
 cken besteht, auf deren Spitze ein iloch 
  grösserer, die ganze Mauerdicke einneh- 
mender Stein die beiden das Fenster de- 
ckeudeu Bögen trägt. 
arbeit und sieht mehr 
Auch diese Form erinnert an Holz- 
aus wie das VVerk eines Drechslers 
oder Schreiners, als wie das 
Von Sculptur üudet sich 
eines Steinmetzen. 
m allen diesen Bauten 
keine
        

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