Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934905
Sächsische 
Zeit. 
381 
lichstem YVerke, der Kirche zu Ashdown, wird es, wie 
es scheint, als eine seltene Eigenschaft besonders erwähnt, 
dass sie in Stein und Mörtel ausgeführt sei a), und eine 
spätere Urkimde desselben Königs wurde , wie sie selbst 
sagt, in der hölzernen Basilika zu Glastonbury erlassen  
VVie diese Holzbauteil beschaffen gewesen, ist uns nicht 
näher bekannt; indessen zeigt die einzige erhaltene alte 
Holzkirche, Welche man in England aufgefunden hat, we- 
nigstens einen bemerkenswerthen Umstand. Sie ist nämlich 
nicht, wie die Holzbauten anderer Gegenden, aus horizontal 
aufeinander gelegten Balken, sondern aus aufrecht gestellten 
Eichenstämmen erbaut. Sie lässt also auch vermuthen, dass 
man in ähnlicher VVeise, wo man innerer Stützen bedurfte, 
sie ans einzelnen Rundstälnmen, mithin aus einer säuleil- 
artigen Form gebildet habe eilig-ä).  
Jedenfalls waren diese Bauten der sächsischen Periode 
weder sehr ausgezeichnet, noch von einer bewussten Eigen- 
thünllichkeit des Styles. Dafür spricht, ausser der bereits 
früher angeführten Bemerkung des Wilhelm von Malmes- 
bury, in welcher er den Sachsen von-wirft, dass sie bei 
versehwenderischer Lebensweise in lnnrviirdigen Häusern 
ü) 
Oxford 
Chrom. Saxon. bei Fioril 
1846, V01. III, p. 23. 
138 
und 
im 
Glossary 
Arch 
 In lignea basilica. Wilh. Malm. a. a. O. p. 316.  Man hat 
zwar geltend gemacht, dass irn Domesdaybook, dem bekannten, nach 
der normannischen Eroberung aufgenommenen Verzeichniss der Lände- 
reien nur bei einer der aufgeführten 1700 Kirchen die Bemerkung hin- 
zugefügt ist, dass sie von Holz sei. Allein dies beweist nichts, da 
eine Beschreibung oder Schätzung der Architektur nicht im Zwecke 
dieses Aktenstückns lag. 
 Vgl. die Abbildung der Kirche von Greenstead in Essex in 
den Vetusta Monuments Vol. II, tab. 7. Die Stämme haben an ihrem 
oberen Theile eine Abglättung, welche an Würfelkapitäle erinnert; die 
Abbildung lässt jedoch nicht erkennen und der Text giebt keine Am- 
knnft, wie dies hervorgebracht ist.
        

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