Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934696
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Normandie. 
noch ganz erhalten, gleicht jenen beiden berühmten Kirchen 
in allen Details so vollständig, dass Wir sie als gleichzeitig 
betrachten müssen , und so aus dieser Kirehengruppe den 
Styl entnehmen können , der unter Wilhelm dem Eroberer 
oder doch bald darauf in der Normandie aufkam. Die 
Vorzüge dieses Styles bestehen nicht in der Feinheit der 
Details, Wohl aber in der consequenterl und ldaren Durch- 
führung einer grossartigen Anlage. Zum ersten Male be- 
gegnen wir hier einer wohlgeordneten Faeade, von zwei 
Thürmen flankirt, von starken, fast als Strebepfeiler (lie- 
nenden Lisenen getheilt, durch die Portale und durch die 
Fenstergruppen, zu drei über dem Mittelportale, je eins 
oder zwei auf den Seitenschiüerl, genügend belebt. Eben 
so gelungen ist die Ausstattung der in St. 'l'rinite und St. 
Nicola erhaltenen Chemische, die durch Säulen verschie- 
dener Grösse in fünf Abtheilungen und verschiedene Stock- 
werke getheilt und organisch gegliedert erscheint. Jedoch 
sind auch die Seitenwände durch die Vertheilimg von Li- 
 senen und Fenstern, die 
Mauern des übel-Schiffes 
 durch Fenster und Ni- 
i  1- sehen regelmässig und 
    harmonisch geordnet  
232i: .1   tälil:      
      Es 1st nicht unwahr- 
  M  i  scheinlich, dass der alt. 
 normannische Styl, den 
 wir {in diesen Kirchen 
Cae 
von 
ville 
Jumiöges, Becher- 
und Caen Wahrneh- 
1') Auch die Mausse sind ziemlich bedeutend, bei St. Etienne 
beträgt die Länge [freilich mit Einschluss des späteren, ohne Zweifel 
vergrösserten Chores) im Aeusseren 364, aber auch die des Schilfes im 
Inneren bis zum Gbore 187, die Breite des Mittelschiffes BQUZ, die 
Höhe bis zum Schlussstein des Gewölbes 671]; Fuss.
        

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