Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934483
Fünftes 
Kapitel. 
Nordfrankreich. 
Das nördliche Frankreich giebt in Beziehung auf romani- 
schen Styl ein ganz anderes Bild wie die Südliche Hälfte. 
Die Zahl bedeutender romanischer Bauten ist im Ganzen 
geringer, aber auch nicht in so viele provinzielle Gruppen 
vertheilt; nur in der Normandie sind sie dicht gedrängt 
und von sehr eigenthülnlichem, von jenen südlichen Bauten 
weit abweichendem Style, in den übrigen Gegenden, in der 
Picardie, der Champagne, dem Ilerzogthum Francicn (Isle 
de France), dem Gebiet von Orleans seltener und schWa11- 
kenden Styls, Einzelheiten jenes normannischen Styls mit 
antiken Reminiscenzeil, wie sie im Süden vorherrschen, 
vermischend. Indessen unterscheiden sich auch diese Ge- 
genden von den südlichen durch wesentliche Eigenthüm- 
lichkeiten der Anordnung, die sie mit den Bauten der Nor- 
mandie gemein haben , und welche uns berechtigen, sie als 
ein mit dieser Provinz verbundenes Ganzes dem Süden 
erltgegenzusetzen. Statt des 'l'onnengevsrölbes haben sie 
anfangs bei grösseren Räumen die Holzdecke, später das 
Kreuzgewölbe, statt der auch hier nicht seltenen korin- 
thisehen Kelchfornl häufig Würfelkapitäle, statt der 
22 t:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.