Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934474
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Südfrankreich. 
Todtenleuchten (Lanternes des morts), kleine Thürme, 
Welche man auf den Kirchhöfen erbaute, um sie aus einer 
ehrfurchtsvollen Rücksicht für die dort Ruhenden Nachts 
zu beleuchten Sie stehen auf Stufen, haben an iln'em 
Fusse oft einen zu Todtenmessen gebrauchten Altar und 
pflegen ungefähr dreissig Fuss hoch zu sein. Sie sind 
rund oder viereckig, manchmal auch mit wirklichen Ka- 
pellen verbunden, von deren Dach dann erst das Leucht- 
thürmchen aufsteigt. Die berühmteste Kapelle dieser Art 
ist auf dem Kirchhofe zu Fontevrault  
Man sieht auch an diesem Beispiele, wie die mannig- 
fachen kirchlichen Bedürfnisse einer frommerregteil Zeit 
den baulichen Unternehmungsgeist zu neuen Erfindungen 
anregen und eine weitere Entwickelung der Baukunst vor- 
bereiten konnten. 
3') Ihre Bedeutung war nach Petrus venerabilis  1156): 0b re- 
verentiam fidelium ibi quiescentium totis noctibus fulgore locum illum 
illustrare. Vergl. Caumont, Antiquitäs, Band VI. 
 Abgebildet u. a. hai Gailhabaud, Monumens anciens et mo- 
dernes, und in Godard-Faultrier, PAnjou et ses monuments.
        

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