Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-934305
Einfluss 
der 
Schule 
V01] 
Pärigueux. 
321 
   „ , von Saumur, und 
 zwar nicht bloss mit 
 den vier Diagonalen, 
 f  sondern zugleich mit 
    d  k- 
 Xr viel an eien sen  
  ä  recht von den Schei- 
  teln der Schildbögen 
  zumSchlusssteine ge- 
     führten Rippen, also 
X d] w: !    mit der deutlichen 
     _t Absicht, die Kuppel 
" Saum",  durch dies starke 
Doppelkreuz zu si- 
chern. Auch hier ist es noch eine wirkliche Kuppel, aus 
horizontalen Lagen gebildet. Dies fiihrte aber bald noch 
einen Schritt weiter; man musste nun leicht bemerken, dass 
man dieselbe Höhe und Breite der Wölbung erlangen konnte, 
indem man in gewöhnlicher Weise die Zwisehenfeldel- der 
Rippen, als Kappen, mit schrägen, auf diesen Rippen ru- 
henden Steinlagen bedeckte. Die Kuppel war dadurch mit 
dem beginnenden Systeme des gothischen Baues ver- 
schmolzen. Und so finden wir sie denn in der Kathedrale 
St. Maurice von Angers, deren Langhaus schon in der 
zweiten Hälfte des zwölften Jahrhunderts, das Krcuzschid 
aber erst um 1236 entstanden ist. Die Anlage dieser 
Kirche gleicht noch der jener Kuppelkircheil. Das Lang- 
haus hat nur ein Schiff, von drei gewaltigen, vollständig 
quadraten, 50 Fuss breiten, aber kuppelförmig aufstep 
genden Kreuzgewölben; die Pfeiler, welche die Last dieser 
Gewölbe tragen, treten zwar schon grossentheils im Aeus- 
seren als wirkliche Strebepfeiler hervor; sind aber doch 
noch im Inneren stärker gehalten, als im gothischen Style; 
die Zwischenwände sind ganz, wie dort, mit Arcaden, dem 
IV. 2. '21
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.