Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-933908
Sernin 
in 
Toulouse. 
281 
regelmässigen Formen der halbkreisförmigen Nischen, die- 
reiche und harmonische Ausstattung, die namentlich der 
Chorumgang durch jene Kapellen und die den Raum zwi- 
schen ihnen füllenden Fenster erhält , die saubere und prä- 
cise Ausführung der strebepfeilerartigen Halbsäulen und 
ihrer Kapitäle, so wie der Friese, Consolen und Archi- 
volten, einen Totaleindruck, von dem die Reisenden mit 
Bewunderung sprechen  In diesen beiden Kirchen War 
also das System der Auvergne nicht nur aufgenommen, 
sondern auch Weiter ausgebildet imd durch die feinere Or- 
namentation dieser südlichen Schule verschönert. Aber" 
dieser glänzenden Beispiele ungeachtet fand es nicht Wei- 
teren Eingang, man blieb vielmehr auch später, bis die 
Albigenserkriege den Flor und die Selbstständigkeit des 
schönen Landes zerstörten lllld nun auch der gothische 
Styl von den Nordfranzosen eingeführt winde, den alten. 
einfachen Formen getreu. 
Burgund. 
In allen diesen südlichen Gegenden, die wir bisher be- 
trachtet haben, erscheinen die baulichen Formen fast wie 
ein Naturerzeugniss des Bodens. Sie kehren stets, mit 
geringen Veränderungen, Wieder; die historische Bewegung 
ist kaum wahrzunehmen. Die Anhänglichkeit an antike 
Formen und der Einfluss klimatischer Bedingungen sind 
so mächtig, dass sogar der von aussen her eingeführte 
gothische Styl, wie wir sehen werden, sich ihnen anbe- 
quemen musste. Dies gilt selbst von der Auvergne, ob- 
gleich ihre Berge sie gegen die Macht der südlichen Sonne 
schützen; auch sie behielt den hergebrachten Styl, mochte 
Märimöe 
429.
        

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