Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-933632
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Südfrauzösische 
Architektur. 
Provcnce , 
Dauphinö , 
Languedoc. 
Ueberbiicken wir nach diesen Vorbemerkungen die süd- 
liehen Gegenden, so finden wir in den Provinzen auf bei- 
den Seiten der Rhone einen ziemlich übereinstimmenden 
Styl, der sich auch vor den übrigen südlichen Schulen 
durch lebendige Bewahrung des Gefühls fiir antike Form- 
schönheit auszeichnet. Es gehört dahin die eigentliche 
Provence (mit den Departements Bouches du Rhone, 
Vaucluse, Basses Alpes, Var) und das Dauphine 
(Drome, Hautes Alpes, Isere), beide auf dem östlichen 
Rhoneufer, dann das Boas-Languedoc (Herauld, Gard, 
Lozere, Ardeche, Haute Loire) im Westen der Rhone. 
Wir befinden uns hier auf" dem klassischen Boden der 
eigentlichen römischen Provincia, wo 
lichkeit des Klimas, sondern auch 
Bauwerke vielfach an Italien erinnert. 
nicht bloss die Aehn- 
die Pracht römischer 
Auch die Architektur 
hat mit der italienischen Manches gemein, das flache Dach 
und eine gewisse, dem Süden eigenthümliche Simplicität; 
sie unterscheidet sich aber dennoch in wesentlichen Eigen- 
schaften, und ist im Ganzen, merkwürdig genug, stets in 
höherem Grade antik geblieben, als jene. 
den, deren Durchsicht mir mit grosser Liberalität gestattet wurde. 
Oaumonfs Histoire sommaire de PArch. giebt eine, freilich nur sehr 
allgemeine und mehr auf den Norden von Frankreich beschränkte 
Uehersieht der Epochen; dagegen enthält dessen Bulletin monu- 
mental (his jetzt 18 Bände] eine Fülle von Nachrichten, ebenso mehr 
oder weniger das Bulletin des Comite historique pour les arts 
et monuments, Didron's Annales archeologiques und Cäsar 
Daly's Revue de FArchitecture. Millin, Voyage dans le midi de la 
France, ist in Beziehung auf die Architektur des Mittelalters unbrauch- 
bar. Sehr gelungene Beschreibungen einer Zahl von Monumenten und 
urkundlichen Nachrichten (von denen die meisten sich auf die west- 
lichen und nördlichen Gegenden Frankreichs beziehen) giebt auch der 
Engländer Thomas Inkersley, Romanesque aud pointed architecture 
in France, London, Murray, 1850.
        

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