Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-933154
206 
Romanischer 
Styl 
in 
Italien. 
ten Pilastern auf, die sich vom Boden auf bis zum Gewölb- 
anfange ununterbrochen erheben. Mit den Pfeilern, an de- 
nen diese Pilaster vortretcn, alterniren regelmässig Säulen. 
Ueber den Rundbögen, welche diese Pfeiler und Säulen ver- 
binden, ist als zweites Stockwerk je eine Arcade, mit drei 
von ihr umfassten kleineren Bögen angebracht, welche aber 
nicht einer Empore angehört, sondern ein eigentliches Tri- 
forium bildet. Die Seitenschiffe erheben sich nämlich so 
hoch, dass die Scheitel ihrer Gewölbe mit den Kapitälen 
der Pilaster des Mittelschilfs in gleicher Höhe liegen; der 
Raum hinter jenem 'l'rif0rium liegt daher auch unter diesen 
Gewölben. Dagegen haben die Quergurten der SeitenschiHe 
nur die Höhe der Scheidbögen, und tragen nur vermittelst 
einer darauf gesetzten Wand, in welcher wiederum ein Tri- 
forium, jenem des Mittelschiffs gleich, angebracht ist, die 
Wölbung selbst. Die Verhältnisse sind durchaus regel- 
mässig und nicht unbedeutend. Die Breite des MittelschiHs 
32, die der Seitenschiflc 19' 2", die der Pfeiler 17' 7", die 
Höhe des mittleren Gewölbes unter dem Schlusssteine 64, 
die der Seitenschilfe 39 rheinländische Fuss. Die Ausstat- 
tung des Aeusseren entspricht genau der Anordnung des 
Inneren. Die Wände der SeitenschiHe, des Chors und der 
Facade sind nämlich durch Halbsäulen, deren Abstand der 
inneren Pfeilerstellung entspricht, in Areaden abgetheilt, in 
deren Bögen aber jene 'l'rif0rien sich wiederholen, die hier 
einen Umgang um das ganze Gebäude bilden, unter Wel- 
chem ein Rundbogenfries die untere Mauer als ein beson- 
deres Stockwerk abschliesst. Die Facade, welche noch 
einige Verwandtschaft mit der von St. Zeno hat , ist be- 
4') Da die Niederlegung der Reliquien im J. 1106 ohne Zweifel 
so früh als möglich, also wohl gleich nach Vollendung der Krypta ge- 
schah, und die Fagade der letzte Theil des Baues gewesen sein wird, 
so ist sie wohl jünger als die von St. Zeno (1138).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.