Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932984
Dom 
Zll 
Pisa. 
189 
Jedenfalls ist das Ge- 
 bäude nicht vorwaltend by- 
  zantirliseh; es schliesst sich 
 um vielmehr an den Basiliken- 
  tylms   denselbß" 
      nur regelmassiger ange- 
      wendet und weiter ausge- 
   bildet. Das Langhaus ist, 
  wie in st. Paul und St. 
    Peter in Rom, iiinfschifüg, 
   aber die Seitenschiife tra- 
 gen eine Empore, das 
man, Dom QuerschiH tritt selbststän- 
dig und bedeutsam hervor, 
der Chor besteht nicht bloss, wie dort, in einer Concha, 
sondern in einem grösseren Raume, an den sich erst die 
halbkreisförmige Altarnische anschliesst. Die Kreuzgestalt 
ist daher im Grundrisse vollständig ausgebildet; sie tritt 
auch in der äusseren Erscheinung mächtig hervor, indem 
sich auf der Vierung des Kreuzes eine Kuppel erhebt, 
welche diese Stelle als den Mittelpunkt der vier Kreuzarme 
kräftig betont. Auch noch in einem feineren, weniger 
wirksamen Zuge spricht sich die Sorgfalt aus, mit welcher 
der Meister die Kreuzform behandelte. Er hat nämlich den 
Kreuzannexl an ihrer Facade eine Nische, ähnlich Wie dem 
Chore, Wem auch von kleinerem Umfange, gegeben , und 
dadurch diese drei oberen Arme, im Gegensatze gegen das 
Langhaus, als verwandt, und doch auch wieder, da die 
Kreuzarme länger sind als der Chor, in ihrer Verschiedenheit 
bezeichnet. Auch im Inneren ist die Kreuzgestalt anschau- 
lich, indem von den Säulemeihen des Langhauses Wenig- 
stens eine sich um die Kreuzarme herumzieht, mid auch 
ihnen Seitenschiffe giebt. Nur ist die Anordnung hier nicht
        

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