Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932937
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Italien. 
monte bei Florenz. Man hat die urkundliche Nachricht, 
dass diese Kirche im Jahre 1013, unter Kaiser Heinrich II., 
angefangen sei, nicht auf den jetzigen Bau beziehen, und 
diesen vielmehr nach einer, im Fussboden der Kirche be- 
findlichen Inschrift in das Jahr 1207 setzen wollen  
Allein selbst die Facade, deren Schönheit den Zweifel an 
das höhere Alter der Kirche veranlasst hat, entspricht nicht 
dem Anfange des dreizehnten Jahrhunderts, wo in Tos- 
cana ein anderer Facadenstyl, nämlichdie Ausstattung mit 
mehreren Reihen freistehender Säulen herrschte, wie dies 
die Pieve von Arezzo, die Kirchen in Lucca u. a. beweisen. 
Wahrscheinlich gehört daher dieses Datum nur eben den 
Mosaiken des Bodens an, Während die Marmorbekleidung 
der Facade und des Inneren, von der ich noch später 
sprechen werde, vom Ende, die Anlage der Kirche aber 
schon aus der Frühzeit des elften Jahrhunderts stammt. 
Auch hier , wie in St. Zeno, kein Kreuzschiff, das ganze 
Gebäude mit Chor und Krypta in einer Flucht, breite 
Säulenstellung und Seitenschiffe, eine einfache, aus dem 
Zehneck geschlossene Chemische. Nur ist alles regel- 
mässiger wie dort; über den Pfeilern stets ein tragender 
Bogen, zwischen denselben stets zwei Säulen , die Kapi- 
täle mit deutlieherer Reminiscenz des korinthisehen oder 
römischen WF). 
Eine dritte 
einigermaassen 
Kirche , 
ähnlich 
welche den 
scheint, ist 
beiden oben erwähnten 
die Weit entfernt gele- 
Kugler Handb. 
434. 
W) Abbildungen bei Agincourt, Taf. 25, Nro. 20-28, Taf. 64, 
Nro. 11 die Facade. Taf. 69, Nro. 30 ein Kapitäl. Gally Knight I. 
33. Für das höhere Alter der Wände spricht auch der Umstand, dass 
die Fenster mit durchsichtigen Marmorplatten gefüllt sind, eine antike 
Sitte, die sich später, als das Glas gemeiner und wohlfeiler geworden 
war, verlor. 
        

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