Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932876
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Italien. 
Auch sonst mögen sich an den Küsten des adriatischen 
Meeres Spuren byzantinischen Styls auffinden lassen , in- 
dessen sind sie vereinzelt. S. Caterina auf einer Insei 
bei Pola in Istrien ist Wiederum ein Kuppelbau mit drei- 
facher östlicher Nische , während die Cathedrale von 
Pola, die freilich nach einer erhaltenen Inscln-ift im) schon 
im Jahre 857 errichtet war , noch die einfache Basiliken- 
form hat. 
Noch Weniger lässt sich im Inneren von Italien eine 
neue und directe Einwirkung des byzantinischen Styls nach- 
weisen yttick), alle Gebäude, bei denen man von dem Basi- 
likentypus abwich und sich byzantinischen Formen näherte, 
lassen sich, Wie die Kaiserkapelle zu Aachen, auf das Vor- 
bild von S. Vitale in Ravenna, zurückführen. Schon un- 
ter der Herrschaft der Longobarden hatte man hin und 
wieder vieleckige Kirchen, die jener ravennatischen ähnlich 
Waren, eine Kuppel und einen Umgang, meistens auch 
Emporen hatten, erbaut. S. Lcrenzo in Mailand, zwar 
im Jahr 1573 erneuert, aber mit Benutzung der alten 
Structnr, wahrscheinlich aus früher Zeit, vielleicht aus dem 
siebenten oder achten Jahrhundert stammend, eröffnet die 
Reihe solcher Anlagen  Der Dom in Breseia, um 
789 gegründet, eine grosse Rotunde mit schweren Rund- 
Abbildungen bei Agincourt Taf. 26, Nro. 8  12. 
Muratori Annales ad an. 871. Abbildungen bei Aginc. 
Taf. 
 Eine Ausnahme von dieser Regel scheint die Klosterkirche 
S. Vittore di Chiusi in der anconitanischen Mark zu machen, indem 
sie (nach der Beschreibung des Marchese Rieci, Memorie storiche della 
Marca dkäncona, I. p. 18) fast quadraten Grundriss (52 Palmen Länge, 
49, Breite) und in der Mitte eine auf 4 Säulen ruhende Kuppel hat. 
Beim Mangel von Abbildungen ist ein näheres Urtheil darüber nicht 
möglich. Dagegen ist der Dom von Ancona, von dem ich weiter unten 
sprechen werde, keinesweges byzantinischen Styls. 
Vergl. 
Qllast, 
Ravenna. 
VOTl 
Bauwerke 
die
        

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