Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932703
in 
Belgien. 
161 
deutschem 
Boden 
befinden. 
In 
den 
Arrondissements 
Toul 
und Nancy konnte der sorgfältige Beschreiber i?) nur einige 
Portale (in Laitre-sous-Amance, in Mandres] oder 
andere Ueberreste (in Forcelles-Saint-Gorgon, in 
der Schlosskapelle von Mousson) und eine einzige im 
Wesentlichen noch erhaltene Kirche (zu Blenod] im Rund- 
bogenstyle aufweisen, und eben so arm sind, nach dem 
Anerkenntnisse anderer einheimischer Forscher, die übrigen 
lotharingischen Distrikte  Aber diese Wenigen Ueber- 
reste und die Nachrichten, Welche wir über abgebrochene 
Bauten haben, zeigen ebenfalls durchweg n1n' die Elemente 
des deutschen Baustyls. Das 'l'onnengewölbe, der Chor- 
schluss mit radianten Kapellen, das korinthisirende Kapitäl, 
Eigenthümlichkeiten, die im ganzen südlichen Frankreich, 
mit Einschluss der angränzenden burgundischen Gegenden, 
vorherrschen, kommen hier nicht vor; die Kirchen haben 
Basilikenform und einfache Concha, das deutsche Würfel- 
kapital, wie französische Archäologen selbst es nennen, ist 
gewöhnlich. Die Kathedrale von Verdun hatte zwei 
Kreuzschiffe und Chöre, vier Thürme undidas Eingangs- 
thor zur Seite, ganz wie die rheinischen Dome wer]. Die 
Kirche zu Blenod bei Pont-a-Mousson ist eine Säu- 
lenbasilika, die Kathedrale von St. Die und die Kirche 
von Champ-le-Duc, beide im südlichen, an die Vogesen 
anstossenden Lothringen, haben sogar Wechselnde Pfeiler 
und Säulen , deren Arcaden, wie in Sachsen und wie in 
i") Grille de Benzelin, Statistique monumentale du Däpart. da la 
Meurtha, Paris 1837 (zu der Reihenfolge der vom französischen Mini- 
sterium veranstalteten geschichtlichen Publikationen gehörig). 
i") Caumont, Bull. monum. XII, p. 340, der hiebei auch den 
deutschen Charakter der Architektur bis um Chälons-sur-Marne an- 
erkennt. 
Daselbst XVI, 
391441) 
IV. 2. 
584. 
11
        

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