Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932624
in 
O esterreich. 
153 
scheinlieh bald nach 1131) k] stammen, obgleich es später 
(1203) überwölbt worden. Es hat einen, jedoch nicht re- 
gelmässigen Wechsel von Pfeilern und Säulen. 
Neuerlieh sind wir mit einer Gruppe interessanter, zu 
dieser Erzdiöcese gehörigen, in den Gebirgen von Kärn- 
then gelegenen Kirchen bekannt geworden ggf), welche den 
Beweis liefert, dass auch in diesen, fast an Italien grän- 
zenden Gegenden der künstlerische Einfluss aus dem inneren 
Deutschland überwiegend war. Die älteste derselben ist die 
Klosterkirche zu Sekkau, eine Säulenbasilika, welche in 
der Anordnung des Grundplanes, in der Form der Säulen, 
in der Einrahmung der Scheidbögen und in anderen Details 
so sehr an die Kirchen von Paulinzelle und Hamersleben 
erinnert, dass ein Zusammenhang mit denselben nicht be- 
zweifelt werden kann. Sie ist nach einer in der Kirche 
befindlichen späteren Inschrift im Jahre 1142 an dieser 
Stelle begonnen, 1164 geweiht. Etwas jünger erscheint. 
die Klosterkirche St. Paul im Lawanthale; in den De- 
tails ähnlich, aber auf Pfeilern mit angelegten Halbsäulen 
unter den Scheidbögen ruhend. Im Chore zeigt sie schon 
den Uebergang in den gothischen Styl. Ungefähr gleich- 
zeitig ist die bischöfliche Kirche zu Gurk, eine Basilika 
auf Pfeilern, mutlnnaasslieh um das Jahr 1170 gebaut. Sie 
hat einen Vorbau mit zwei Thürmen lllld, wie jene beiden 
Kirchen, drei östliche Conchen. Hier indessen wird die 
Nähe von Italien schon fühlbar; denn von italienischen 
Händen rühren die prachtvollen Malereien her, mit denen 
die spätere Vorhalle und die darüber befindliche Loggia 
geschmückt sind. Auch bildet im Bau der Kirche die weite 
 Mertexls: Salzburg und seine Baukunst, in der Wiener Bau- 
Zeitung 1846, S. 241 ü". 
34'] Ihre Entdeckung verdanken wir F. v. Quast. Vgl. Deutsches 
Kunstbl. 1850, S. 342.  1851, S. 102.
        

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