Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932518
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Romanischer 
Styl 
ihre Formen darthun, theils aus dem elften, theils aus dem 
zwölften Jahrhundert. Interessanter ist der sogenannte 
alte Dom zu Regensburg, ein längliches Gebäude, mit 
Kreuzgewölben gedeckt und rings umher in den Wänden 
mit gewölbten Nischen versehen, Welches neben diesem 
durchgeführten Systeme der Mauerverstärkung reinere For- 
men zeigt, die noch einen Anklang an die Technik besserer 
Zeiten geben. Allein dennoch fehlt es an Gründen, diese 
kleine Kirche (welche übrigens niemals die Bedeutung einer 
bischöflichen hatte, sondern dem heiligen Stephan geweiht 
war) höher hinauf, als bis ins elfte Jahrhundert zu rücken  
Jedenfalls erhielt sich der Gewölbebarl nicht länger, und 
wir finden nur einfache Basiliken mit gerader Decke, und 
zwar nur mit Pfeilern oder mit Säulen, niemals mit der 
Verbindung beider. 
In Schwaben  kommen von Anfang an Basiliken 
beider Art vor. Der Dom zu Constanz (nach 1052] und 
die Aureliuskirche im Kloster Hirschau (1059  1071] 
sind Säulenbasiliken mit kurzen Stämmen, schweren WVür- 
felkapitälen und einfach abgeschrägten Gesimsplatteil. Ob 
die grössere Kirche desselben Klosters, die St. Peter- und 
Paulskirche, Säulen oder Pfeiler hatte, ist ungewiss, da 
nach ihrer Zerstörung im Jahre 1692 nur noch der nörd- 
liche Portalthurln steht, der, in sechs Stockwerken aufstei- 
gend, mit Lisenen und sogar mit durchschneidenden Bögen 
ziemlich reich verziert ist. Menschliche und thierische Ge- 
Jahre 1164 darin begrabenen Bischof 
dies auch schon von Schuegraf (vgl. v. 
angenommen war. 
Hartwig II. gegründet sei, 
Chlingerlsperg Bayern II. S. 
wie 
75) 
i) Vgl. Kallenbach a. a. O. Popp und Bülau: Regensburgische 
Baudenkmale, und besonders F. v. Quast a. a. O. 
 Vgl. den Bericht von Dr. Merz im Kunstblatt 1843, Nro. 47 
 51, und J. M. Manch in einem Programm der polytechnischen Schule 
zu Stuttgart vom Jahre 1849 mit Abbildungen.
        

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