Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932282
Die 
rheinischen 
Gewölbebauten. 
119 
der Leere seiner mächtigen VVände nicht weniger 
den Ausdruck des Schlichten Lmd Einfachen. 
wie jene 
Die 
Ornamentation 
des 
Aeusseren 
ist 
der 
der 
sächsi- 
sehen Bauten sehr ähnlich. Die Mauern sind Wie dort nur 
durch Lisenen und Rilndbogenfriese, mithin durch eine har- 
monische Verbindung der horizontalen Linie mit der vertikalen, 
belebt. Die Lisenen sind meistens flach gehalten, doch 
finden sich an den Chornischen, namentlich an der 
östlichen des Mainzer Doms und an der am Ende dieser 
Epoche erbauten der 
an Stelle derselben. 
St. Gereonskirche in Köln, Halbsäulen 
An der Laacher Kirche haben die 
Gesimse schon reichere und feinere Ornamente, die aber 
wie in Sachsen noch meist geradlinig und unter denen auch 
hier der gebrochene Stab, die schachbrettartige und die 
schuppenartige Verzierung die beliebtesten sind. Eine Wich- 
tige Verschiedenheit beider Style zeigt sich ferner in der 
Anwendung der Kuppeln auf der V ierung des Kreuzes. 
Während diese in Sachsen nur selten vorkommen, finden 
sie sich hier auf allen grösseren Kirchen, meistens auf bei- 
den Querarmen undin Verbindung mit zwei Thürmen, 
Welche die Ecken des Kreuzes ausfüllen und mit der Kuppel 
eine bedeutsame Gruppe bilden. Diese Kuppeln, meistens 
achteckig, erscheinen als eine Reminiscenz des kar0lingi- 
scheu, und insofern als eine mittelbare Einwirkung des 
byzantinischen Styls, aber doch mit veränderter Bedeutung 
für das Ganze und als Theile eines der länglichen Basilika 
zusagenden Systems. 
 Am N iederrheine, namentlich in der alten, an mittel- 
alterlichen Monumenten so überreichen Metropole, in Köln, 
finden wir vor und ausser der erwähnten kleinen Kirche 
vom J. 1144 kein Beispiel 
der Kirchenschiffe, obgleich 
keinesweges unbekamlt und 
St. Mauritius 
Ueberwvölbung 
VVölbens hier 
durchgängiger 
die Kunst des 
schon um die
        

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