Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-932220
Der 
Dom 
Zll 
SPßyen 
113 
Male die Zeit der Herstellung berichtet wird. Eine solche 
Nachricht fehlt uns in Beziehung auf den Brand von 1159, 
und gerade dieser mag zur Verschönerung des Baues, 
durch Erhöhung der Gewölbe und durch Anlage der, ge- 
rade um diese Zeit sehr beliebten, schönen Zwerggallerie, 
die unterhalb des Daches umherläuft, wesentlich beigetragen 
haben, so dass die schlanke und reichere Erscheinung, die 
das Gebäude gewährt, zum 'l'l1eil dieser späteren Reparatm 
zuzuschreiben, aber auch von der Gewölbanlage an sich 
zu trennen ist. 
Der (bitte der genannten Dome, der zu Worms, ist 
augenscheinlich eine Reproduktion des Systems der beiden 
anderen, mit mancherlei willkührlichen und inconsequenten 
vermeintlichen Verbesserungen. Die Gewölbträger sind 
reicher gegliedert, die Kapitäle zwar würfelförmig, aber 
von weichlicher Bildung, die Gesimse reicher und schwerer, 
statt der grossen Blendarcaden kleinere unter den Fenstern, 
die mit wechselnden Mustern ausgefüllt sind. Man sieht 
das Bestreben, die Massen noch mehr zu theilen und zu 
erleichtern, aber mit so unglücklichem Erfolge, dass sie 
gerade dadurch um so schwerer erscheinen. Dies Bestreben 
selbst und alle Detailzüge deuten auf eine beträchtlich spä- 
tere Zeit hin, und man kann daher wohl der Annahme 
beitreten, dass dieser Bau nicht derjenige sei, dessen Weihe 
im Jalne 1118 berichtet wird, sondern der, welcher im 
Jahre 1183 geweiht wurde, wobei sich denn das Auffal- 
lende der Verbindung der alterthümlichen Anlage mit jenen 
Tendenzen der späteren Zeit aus der walnscheinlichen Ver- 
zögerxmg des Baues erklärt. 
An die beiden ersten dieser Dome reiht sich, der Zeit 
und dem Charakter nach, die Klosterkirche zu Laach 
an, noch jetzt in ihrer romantischen Lage an dem Ufer 
des vulkanischerl Sees, von dem sie ihren Namen hat 
IV. 2.  8
        

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