Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-931000
Vorwort. 
IX 
wir von jener noch mehr zu erfahren hoffen dürfen, als es 
bei dieser möglich sein wird. 
Es scheint daher völlig an der Zeit, jenes weitschich- 
tige Material, das eben seines Umfanges Wegen den mei- 
sten Forschern nur für ihr engeres Vaterland näher bekannt 
zu sein pflegt, zusammenzustellen und in innere Verbindung 
zu bringen. Allerdings kann aber eine solche Arbeit nur 
dann ihrem Zwecke entsprechen, wenn sie sich auf die 
Kritik einlässt, das Bild nicht vollständiger auszuzeiclmen 
und abzurunden sucht, als es sich jetzt darstellt, das Si- 
chere von dem bloss wahrscheinlichen sondert, und Schlüsse 
und Hypothesen nur als solche aufstellt. 
Dies ergiebt die Gränzen meiner Aufgabe. Auf eine 
vollständige Aufzählung aller Monumente mache ich nicht 
Anspruch, obgleich ich, wo genügende Nachrichten vor- 
lagen, die Zahl der Beispiele zu vermehren nicht ver- 
schmäht habe. Noch weniger ist eine genaue und apo- 
(liktische chronologische Fixirung jedes einzelnen Werkes 
beabsichtigt; es musste mir genügen, verwandte Erschei- 
nungen in Gruppen zu verbinden lllld ungefähre Zeitbe- 
Stimmungen zu geben. Bei dem grossen Umfange des 
Stoffes versteht es sich von selbst, dass ich nicht überall 
eigene Anschauungen haben, nicht überall auf die urkund- 
lichen Quellen der Angaben zurückgehen konnte. Auch da 
aber, WO ich eigene Wahrnehmungen hatte, habe ich gern 
die Schriften Anderer angeführt, um meinen Lesern die 
Möglichkeit eigener Prüfung und des Anhörens mehrerer 
Stimmen zu geben. Dass ich aber auch bei der Benutzung 
solcher Vorarbeiten nicht auf Vollständigkeit Anspruch 
machen (larf, wird sich Jeder sagen, der die Literatur der 
Kunstgeschichte näher kennt. Keine einzige, selbst der 
grössesten Bibliotheken, gewährt ein genügendes Material; 
man muss die Literatur jedes Landes an Ort und Stelle 
aufsuchen, und findet selbst da nicht Alles. 
Zu diesen objectiven, in der Natur des Gegenstandes 
liegenden Mängeln meiner Arbeit kommen dann noch die 
persönlichen, deren ich mir sehr Wohl bewusst bin. In-
        

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