Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-931954
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Romanischer 
Styl 
in 
Sachsen. 
auch in Thalbiirgel und in der genannten grosseil Hildes- 
heimer Kirche bei einer Breite von 30 Fuss und sehr be- 
deutender Länge , steigt die Höhe nicht weiter, bleibt sogar 
in der Michaeliskirche noch Weit unter dem Maasse von 
Panlinzelle, auf etwa 46 Fuss stehen. 
Die Wirkung des Höhenmaasses hängt dann weiter 
von der Gestaltung der oberen Räume ab. Im Aeusseren 
bildete sich diese sehr einfach, indem das an das Oberschiß 
angelegte Dach der Seitenräume und die Fensterreihe des- 
selben zwei Stockwerke darstellte, die sich dann im In- 
neren durch die Arcaden und die Oberlichter reproduciren. 
In den einfachsten Bauten ist die Gränze dieser Stockwerke 
im Inneren nicht bezeichnet und die Wand oberhalb der 
Scheidbögen völlig leer, meistens aber ist mehr oder we- 
 niger hoch über denselben ein 
   Gesims angebracht. Da wo 
  die Scheidbögen je zwei unter 
 Ü  einem grösseren Bogen zusam- 
  mengefasst sind , deutet dessen 
  Scheitelpunkt die Höhe der 
  unteren Abtheilung an und 
  vermindert den oberen Raum. 
   
ein 
Paulinzalle. 
Das Verhältniss dieser beiden 
Stockwerke ist nun keines- 
Weges festgestellt; völlig gleich 
sind sie niemals, meistens ist 
der obere Raum höher, in 
Paulinzelle dagegen, wo die 
Säulen sehr schlank und hoch 
sind , ist er und zwar um ein 
Bedeutendes kleiner. Dies giebt 
dem Ganzen einen leichteren 
und schlankeren Charakter,
        

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