Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-931936
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Romanischer 
Styl 
in 
Sachsen. 
jedoch nunmehr immer viereckigen, in mehreren Stock- 
werken aufsteigenden Thürmen ausbildeten, zwischen denen 
der Querbau mit einem Satteldache abfiel  Gegen das 
Ende des 12. Jahrh. endlich bildete sich der Thurmbau in 
der Art aus, dass der in breiter Masse bis über das Kir- 
chendach aufsteigende untere Theil desselben horizontal ge- 
schlossen wurde und die eigentlichen Thürme von da aus 
auf den Ecken aufstiegen. Kuppeln auf der Vierung des 
Kreuzes sind in dieser Gegend selten , noch seltener in 
Verbindung mit gerade aufsteigenden Thürmen am Kreuz- 
sehiffe Flagge). Indessen machten jene mächtigen Vorbauten 
mit ihren Thürmen eine bedeutende Wirkung, die dann noch 
verstärkt wird, wenn Thürme am Kreuzschiffe hinzukom- 
men, wie sich dies an der Liebfrauenkirche zu Halberstadt 
noch jetzt findet. Eine noch grossartigere Gesammtanlage 
hatte die Michaeliskirche zu Hildesheim, indem sich auf der 
Vierung ihrer beiden Quersehilfe grosse viereckige und an 
den Giebelseiteil derselben vier kleinere achteckige 'l'hürme 
erhoben. 
Bei geradliniger Anlage des Vorbaues bildete derselbe 
zugleich die Vorhalle der Kirche. Einige Male (in Pauliu- 
sichtbaren Modell an der Kirche zu Wechselburg gewesen zu sein 
(Puttrich a. a. O. Taf. 12]. 
4'] So an der Liebfrauenkirche zu Halbarstadt (Abbild. bei Lu- 
canus), in Hecklingen, in Drübeck (beide bei Puttrich), in Fredels- 
lohe u. s. w. 
w?) Die Kirche zu Wechselburg hatte zufolge des erwähnten Mo- 
dells eine solche, ebenso die Kirche zu Memleben nach alten Zeich- 
nungen (Puttrich a. a. 0., Abth. 2. Bd. I. S. S], endlich die Kirche 
zu Göllingen (daselbst Abth. 1. Bd. I. Taf. 18). 
 S0 in Hamersleben, wo der mittlere Thurm abgebrannt ist, 
und die Nebenthürme an der Westseite des Kreuzschitfes angebracht 
sind. In Thalbürgel und am Dome zu Erfurt stehen die (hier aus dem 
älteren Bau herrührendexl) Thürme ebenfalls auf der Westseite des 
Kreuzes.
        

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