Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930673
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-931870
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Romanischer 
Styl 
in 
Sachsen. 
zeigen. Es bleibt mir noch übrig, diesen Entwickelungs- 
prozess durch eine Vergleichung der einzelnen Theile dieser 
Monumente näher zu betrachten. 
Durch die Verbindung von Pfeilern und Säulen War 
schon eine rhythmische Theilung gegeben; die weitere 
Ausbildung des Grundplanes entstand aber erst all- 
mälig. In den, wenigstens ihrer Anlage nach ältesten 
Kirchen, in Gernrode, Quedlinburg, Frose, Ilsenburg, ist 
das Kreuzschiff noch dem ,der altchristlichen Basiliken ähn- 
lich, indem es im Grundrisse wenig oder gar nicht über 
die Aussenwand der Seitenschilfe hinaustritt, aber durch- 
gängig die Höhe des Mittelschiffes hat. Das mittlere Qua- 
(lrat ist indessen schon immer von vier grossen Gurtbögen 
eingerahmt, so dass das Ganze nicht mehr wie dort einen 
 ungetheilten Querarm bildet, son- 
 :   dem zwei Seitenräume hat, wel- 
  3 ehe zuweilen, wie in Gernrode, 
  lügt  zur Anbringung einer Empore 
  A_  benutzt wurden. An diesen Quer- 
QÜY-"äfx   5' Iuuylnllllf arm schliesst sich dann der Chor, 
   ä;   u gewöhnlich über einer Krypta Lmd 
I   b) deshalb um meln-ere Stufen über 
  den Boden des Langhauses er- 
  E 8' höht, nicht bloss als einfache 
I?  Apsis an, sondern mit einer Ver- 
 T ßrvrrrrrvi g längerung des Mittelschiffes, an 
  E die sich dann erst die Concha 
   anlegt. Auch erhält das Kreuz- 
Gumde. Schiff in Gernrode schon auf jeder 
seiner Östlicherl Wände eine klei- 
nere Nische, welche zur Aufstellung eines Altars oder zu 
anderen Zwecken diente , und äusserlich den Seitenschiffen 
einen ähnlichen Abschluss wie dem Chore gab. In den
        

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