Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-920518
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Symbolik. 
wer den Sohn sah, sah 
sollte zu seiner Rechten 
auch den Vater, 
erhöhet werden. 
und Christus 
Man konnte 
daher nicht umhin und 
menschlicher Gestalt zu 
musste 
denken. 
sich 
gestatten 9 
ihn 
in 
Ein 
noch 
freieres 
Feld 
hatte 
die 
Phantasie 
bei 
den 
Engeln. Bekanntlich giebt die heilige Schrift selbst 
über ihre Natur und BeschafTenheit keine deutliche Kunde; 
aber sie erscheinen den Menschen in menschlicher Ge- 
stalt, und selbst die dunkeln Beschreibungen in den Vi- 
sionen des Ezechiel und des Johannes, so wie die Bilder 
der Cherubim im Tempel zu Jerusalem lassen menschliche 
Formen (lurchhlicken. Die ersten Christen hatten sie 
sich ungefähr wie die Genien auf heidnischen Bildwerken 
gedacht m), ohne nähere Prüfung. Das Mittelalter war 
besser unterrichtet. Eine Schrift unter dem Namen des 
Dionysius vom Areopag gab über die himmlischen 
l-Ieerschaaren ausführliche Auskunft. Diesen Dionys 
hielt man für denselben, welchen, zufolge der Apostel- 
geschichte, Paulus in Athen bekehrte, man durfte ihn 
als den Schüler des Apostels von dem unterrichtet 
glauben, was dieser bei seiner Verzückung in den dritten 
Himmel (II. Kor. 12, l  4) erfahren hatte, was er 
jedoch in seinem Briefe an die Gemeinde verschweigt. 
Seine Eröffnungen hatten daher eine grosse Glaubwür- 
digkeit, wenn auch nicht die der heiligen Schrift selbst. 
Auch wurden sie von andern Kirchenlehrern theils bestä- 
tigt, theils im Einzelnen berichtigt, deren Angaben man 
ebenso gelten liess. Man zweifelte nicht, dass Gott so 
heiligen Männern seine Geheimnisse offenbart hatte, 
und 
 Piper, Mythologie 
1847, S. 344 IT. 
christl. 
der 
Symbolik 
Kunst. 
WVeim ar
        

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