Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-920177
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Trachten. 
entsteht nur 
zuhelfen. 
aus 
dem 
Bedürfniss , 
diesem 
lWIangel 
abA 
Zum 
Beschluss 
dieses 
Abschnittes 
haben 
wir 
noch 
einen Blick auf das äussere Leben, in welchem sich 
die Stände sondern und mischen, zu werfen. Vergegen- 
wärtigen wir uns zuerst, wie es sich dem Auge in den 
Trachten darstellt. Sie waren zwar im eigentlichen 
Mittelalter keinesweges so überladen, wie wir sie uns, 
durch eine Verwechselung mit den ersten Jahrhunderten 
der neuem Zeit, gewöhnlich vorstellen, aber doch bunt 
und mannigfaltig genug. Die geistlich e_ 'l'racht ent- 
wickelte sich allmälig aus der spätrömischen Volks- 
tracht und wurde mit Rücksicht auf Klima und Sitten so 
wie auf das Bedürfniss der Gleichförmigkeit und Ordnung 
mehr und mehr festgestellt. Der freie und zufällige 
Wurf der Gewänder wurde zum vorgeschriebenen Zu- 
schnitt und zu künstlich gelegten Falten. Auch der 
Wunsch, durch grössere Pracht dem Dienste WVürde zu 
verleihen, und Rücksichten auf das jüdische Priesterthum 
hatten darauf Einfluss. Die Mannigfaltigkeit der Farben 
war noch nicht so gross, wie bei den spätem Messge- 
Wänden-n, der Dienst erforderte nur wenige, bei verschie- 
denen Gelegenheiten anzulegende Farben, Weiss, roth, 
grün, violett und schwarz. Dagegen war die feierliche 
Amtskleidullg aus vielen Stücken zusammengesetzt, deren 
Entstehung und Benennung" ein eigenes Studium erfor- 
dert. Auch War sie bei höhern Würden mit glänzendem 
Schmucke in Stickereien und Edelsteinen reich ausge. 
stattet. Die Mönchstrachten waren schon damals 
fast dieselben, 
wie 
wir sie noch jetzt sehen, 
und natürlich
        

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