Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-923754
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Plastik 
und 
Malerei. 
Barte, vielleicht bei irgend einer Reparatur modernisirt. 
Rings umher um die Jungfrau standen früher in den 
Wandfeldern der Architektur andere Heiligengestalten, 
welche in der Revolution verschwunden sindii), dagegen 
sind an den äusseren Seiten des Spitzgiebels noch musi- 
cirende Engel und in den Bogenzwiekeln unter ihnen, so 
wie an den Stufen unter den Füssen der Löwen, noch 
allerlei Thiere und menschliche Figuren erhalten, welche 
den Sieg der himmlischen über die feindlichen lllächte 
wenigstens im Allgemeinen andeuten. 
Ebenso zusammenhängend ist die Darstellung in den 
drei Portalen des Dom zu Amiens. Das erste zeigt 
die Geschichte der Jungfrau; sie steht am Mittelpfeiler, 
umgeben von Gestalten, welche die Prophezeihung und 
ihre Geschichte bis zur Geburt andeuten; Salomon, die 
Königin von Saba, die drei Magier, Herodes, dann Ver- 
kündigung, Visitation und Präsentation in sechs Figuren. 
Im Tympan ihre weitere Geschichte bis zu ihrer Krönung 
im Himmel, in den Bögen Engel und ihre Genealogie. 
Das Mittelportal giebt nnn wieder das Höhere. Am Pfeiler 
die kolossale Gestalt Christi, rings umher die der I2 
Apostel; unter Christus Löwe und Drachen, Aspis und 
Basilisk, also das Böse von ihm iiberwältiget, unter den 
Aposteln in Medaillons I2Tugemlen und darunter eben so 
viele Laster; an den 'l'hürpfosten in kleinen Reliefs senk- 
rechter Ordnung die klugcn und thörichten Jungfrauen. 
Im Bogenfelde dann das jüngste Gericht in einer 
grandiosen, ernsten Darstellung; in den Bögen die himm- 
 Schwcighäxlsel- in der Beschreibung des Strassbnrger Dnms in 
Chapuy Calhedr. franq. S. 21. Note 1. Eine genügende Abbildung 
des Porlals und Giebelfeldes in den Dcuknlalen d. Bank. d. M. A. am 
Oberrhein. 3. Lief. Taf. 7.
        

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