Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-923483
Symbolik 
Pflanzen. 
der 
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liscus stehend abgebildet, und am Stamme des Pfeilen-s 
darunter zunächst Weinlaub und noch tiefer Rose und 
Lilie, olfenbar nach dem hohen Liede, angebracht sind  
Schon aus diesem Beispiele ergiebt sich, was überhaupt 
in der Natur der Sache liegt, dass Piianzen wie alle 
anderen leblosen Sachen sich nicht zu einer selbstständigen 
Symbolik eignen, sondern erst in Verbindung mit darge- 
stellten Personen, als deren Attribut, bedeutsam wer- 
den. Wenigstens gilt dies von der bildenden Kunst; die 
Blumensprache und ähnliche Räthselspiele gehören nicht 
hieher und kommen auch im eigentlichen Mittelalter nicht 
vor. Dagegen war es bei der grossen Zahlder Heiligen, 
bei der Gleichförmigkeit ihrer Charaktere, und bei der 
Schwäche dieser Kunst in scharfer Ausprägung des In- 
dividuellen mehr oder weniger nöthig, sie durch beige- 
fügte Gegenstände näher zu bezeichnen. Die meisten 
dieser Attribute sind rein historischen Ursprungs; es sind 
Marterwerkzeuge oder Gegenstände eines dem Heiligen 
zugeschriebenen Wunders oder Erinnerungen an seinen 
Stand und seine Schicksale in der Welt. Die Aufzählung 
aller dieser Kennzeichen, die allerdings sehr wichtige 
Hülfsmittel für die Erklärung der Monumente sind, ge- 
hört nicht zu meiner Aufgabew). Ich beschränke mich 
darauf, die Auffassung der höchsten und ältesten Gestalten 
der christlichen Kirche in ihren wesentlichsten Zügen zu 
schildern  
 Vgl. die schon angeführte Beschreibung dieses Portals durch 
Jourdain und Duval im Bull. man. XI. 
H) Vgl. darüber (v. Badowitz) Iconographie der Heiligen. Berlin 
1834. Christliche Kunstsymbolik und lconographie, Frankf. a. M. 1839, 
 Die Attribute der Heiligen alphabetisch geordnet. Hannover 1843. 
 Otte, Abriss einer kirchl. Archäol. des M. A. Nordhausen 1845. S. 124. 
 Hauptwerk dafür Didron, Iconographie chretieune. Bis jetzt
        

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