Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-922639
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Baubrüderschaften. 
mit strenger, beeidigter Verschwiegenheit bewahrt und 
deshalb niemals der Schrift anvertraut worden, daher 
auch bei dem Erlöschen dieser Baubrüderschaften 
oder Bauhütten verloren gegangen 
uns daher mit der Geschichte dieser 
sei. Wir müssen 
Gesellschaften be- 
kannt machen. Hier aber tritt uns, namentlich bei deut- 
schen und englischen Schriftstellern, Sagenhaftes und 
Ungewisses entgegen, so dass wir vor Allem das Fest- 
stehende und Erwiesene von dem bloss Vermutheten zu 
haben. 
scheiden 
Betrachten wir die offene, urkundliche Geschichte, 
so ergiebt sich etwa Folgendes. In der ersten Hälfte 
des Mittelalters, während der Herrschaft des romanischen 
Styls, war die Baukunst ganz oder fast ganz in den 
Händen der Geistlichkeit und der Mönche. In den Klöstern 
wurde 
nebst 
anderen 
Lehren 
auch 
die 
Architektur 
handelt, aus ihnen gingen die Meister hervor und ihre 
Laienbrüder waren die Gehülfen. In der Zeit der höchsten 
kirchlichenBegeisterung, als man aller Orten Kirchen und 
Klöster zu gründen begann, vom Ende des eilften bis 
zur Mitte des zwölften Jahrhunderts, reichten aber die 
physischen Kräfte der Geistlichen nicht aus. Sie riefen 
daher die Hülfe der Laien an, denen die Theilnahme an 
dieser frommen Thätigkeit als ein Mittel der Busse und 
ein verdienstliches Werk willkommen war. Man begnügte 
sich dabei nicht mit blossen Gaben und Geschenken, 
sondern forderte und gewährte persönliche Dienste, und 
hielt diese, je niedriger und mühsamer sie waren, um 
so wirksamer für die ewige Seligkeit. Daher strömten 
Männer und Frauen aller Stände herbei; man sah Fürsten, 
Ritter und ihre Damen mit dem Volke vereint Steine und 
Holz 
zum 
Bau 
hdrbeischleppexl , 
oder 
Nahrungsmittel
        

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