Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-922523
Fünftes 
Kapitel. 
Symbolik 
der 
mittelalterlichen 
Architektur. 
Die Werke der Baukunst haben immer einen ge- 
heimnissvollen Charakter; der unkünstlerische Verstand, 
gewöhnt die Dinge nach ihrer Nützlichkeit oder nach 
sinnlichen Beziehungen zu würdigen, kann es nicht fassen, 
dass diese einfachen Grundformen in ihrer Zusammen- 
Stellung einen so tiefen Eindruck hervorbringen, und sucht 
daher nach einem äusserlichen Grunde, nach einem be- 
stimmten Worte des Räthsels. Von der Architektur des 
Mittelalters, und besonders von der gothischen gilt dies 
in höherem Grade, als von jeder anderen; sie ist so ab- 
weichend, so eigenthümlich, so weit hinausschreitend 
über die Gränze des praktischen Bedürfnisses, dass es 
verzeihlicher ist als sonst, wenn man eine geheime Ab- 
sicht oder eine zufällige Veranlassung vermuthet. Daher 
haben sich denn auch Viele daran versucht und mit 
mehr oder weniger Scharfsinn oft sehr abenteuerliche 
Hypothesen aufgestellt. Am Fruchtbarsten in solchen 
Behauptungen sind die Engländer gewesen. J amßs
        

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