Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-922490
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Abweichende 
Formen. 
Säulengängen, welche an den Häusem entlang liefen und 
den Verkehr des Kleinhandels begünstigten. Da hier 
der Pfeiler des einen Hauses mit dem des benachbarten 
verschmolz , so lag hierin eine Veranlassung zu überein- 
stimmender Bildung des Ganzen, und die Säulenhallen er- 
schienen daher, ungeachtet der Verschiedenheit der ein- 
zelnen Häuser, als ein Ganzes, als ein horizontales Band, 
das kräftiger als das Basament der Kirchen die verticalen 
Architekturen zusammenhielt. Diese Pfeiler beförderten 
aber auch eine regelmässige Gliederung der oberen Theile, 
indem man nun die Fensterpfosten über den Pfeilern 
stärker und nach innen kräftiger machte, so dass sie 
durchlaufende senkrechte Abtheilungen bildeten, zwischen 
denen die Fenster selbst mit ihren kleineren Pfosten nur 
als eine Füllung erschienen. Reichere städtische Häuser 
nahmen noch mehr den Schmuck der Kirchen oder Schlösser 
an; sie wurden mit Erkern und Thürmchen, mit Zinnen 
und Maaswerk ausgestattet und man iindet einzelne Häuser, 
deren Facaden, in Stein ausgeführt, durchweg aus schlan- 
ken, gegliederten Stäben bestehen, welche zwischen den 
Fenstern in die Höhe steigen, oberhalb derselben zu 
Spitzbögen oder zu verwandten, sich durchkreuzenden 
Figuren zusammenlaufen und endlich am Giebel als Spitz- 
säulchexi aufstrebenii). In anderen Gegenden wurden zwar 
die Bürgerhäuser fortwährend in Fachwerk errichtet, da- 
für aber an den Holzbalken mit reichem geschmackvollen 
Schnitzwerk, mit mancherlei bildlichen Verzierungen, 
Statuen, oder Karyatiden ausgestattetfm) 
 Sehr elegante Beispiele 
Moller Denkmäler l. Taf. 62. 
solcher 
Bauten 
Danzig. 
Vergl. 
Vergl. 
des 
Bötticher Holzarchitektur
        

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