Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-922443
Burgen. 
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Burgen aber stand innerhalb der Einfriedigung ausser 
einigen WVirthschaftsgebäuden nur ein Thurm, Welcher 
mithin alles Uebrige, das Versammlungszimmei- der Fa- 
milie, den Saal, die Nebengemächer und Schlafkarnmern 
(Kemnaten) und die für den Aufenthalt der Knechte, für 
die Aufbewahrung der Vorräthe und für die Vertheidigungs- 
anstalten nöthigen Räume umfasste. ln England scheint 
diese Ausdehnung des Thurms sogar das Gewöhnliche 
gewesen zu sein; er enthielt daher nothwendig mehrere 
Stockwerke, und erhob sich zu einer bedeutenden Höhe. 
Eine gemeinsame Eigenthiimlichkeit dieser Bauten War, 
dass der Eingang sich niemals zu ebener Erde öffnete, son- 
dern im ersten Stock, zudem man denn durch eine ausser- 
halb angelegte Freitreppe (die Greden nach altdent- 
schem Spraehgebrauche) hinaufstieg, die oft von Holz, 
und also bei einem Angriffe zerstörbar, oder von Stein, 
bedeckt und darauf berechnet war, leicht vertheidigt zu 
werden. Das Erdgeschoss War dann nur von dem ersten 
Stockwerke aus durch eine innere, abwärts führende 'l'reppe 
zugänglich, hatte nur Wenige und schmale Fenster, und 
diente zu Vorrathskammern oder zu Schlafstellen der 
Knechte. 
Die 
oberen 
Sto ck werke 
enthielten 
die 
Wohn- 
räume 
der 
Herrschaft 
und 
des 
ZU 
ihrer 
nächsten 
Bedie- 
Illlllg bestimmten Gesindes, und bestand daher jedes aus 
einer grossen Halle und mehreren Kammern, welche häufig- 
in der Mauerdicke angebracht, und dadurch besonders 
geschützt waren. In den Sälen waren grössere Fenster, 
Welche in ltlauervertiefungen und oft über erhöhetem 
Fussboden lagen und dadurch Fensternisclaen bildeten, die 
als getrennte Räumlichkeiten dem Saale selbst ein zugleich 
in Caumout , 
lmentales. 
Burgen viele Beispiele 
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