Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921984
Wandgliederung. 
233 
sie 
Triforium, Dreiöffnung, nennen, obgleich 
Continent nicht leicht diese Zahl bilden. 
auf dem 
Diese 
Details 
waren 
im 
Kreuzsclmiffe 
und 
im 
Chore 
im Wesentlichen dieselben, nur meistens reicher und leich- 
ter behandelt, wie im Langhause. Die Neigung des go- 
thischen Styls zu luftigen, heiteren Formen machte sich 
besonders im Chore, als der vornehmsten Stelle der 
Kirche, geltend. Daher verschwand denn zunächst die 
Krypta; wo sie sich bei gothischen Kirchen findet, 
rührt sie aus früherer Zeit her, und wir besitzen eine 
merkwürdige Aensstäßung, welche uns zeigt, dass das 
Widerstreben gegen diese ältere Einrichtung ein völlig 
bewusstes war  Man wollte diese trüben Hallen, dies 
drohende Dunkel nicht mehr, das Heiligthum sollte in 
'l'ageshelle, im lichten Scheine glänzen. Mit den Kryp- 
ten hörte auch die bedeutende Erhöhung des Chores auf; 
höchstens legte man ihn zwei oder drei Stufen höher. 
Gewöhnlich wurde er nur durch ein niedriges Gitter von 
der übrigen Kirche getrennt, später auch wohl durch einen 
höheren Zwischenbau, Lectorium (Lettner) genannt, 
weil zum Vorlesen dienend. Vermöge desselben Bestre- 
bens nach luftigeren Formen wurde denn auch der Chor 
veH-grössert. Zunächst erhielt die Vorlage mehr als 
ein Quadrat, wenigstens vier Arcaden, also über zwei 
Quadrate. Die runde Apsis sagte ebenfalls dem neuen 
ü) Wolfraln von Eschenbach 
des Tempels von lßlonsalvatsch: 
Ob da war iht Grnffte? 
i111 
'l'iturel 
bei 
dcr 
Beschreibung 
Nein, Herre Gott, enwelle, 
Dass unter Erden Sclllulfte 
Beine Diet sich jemer falsch geselle, 
Als ehvenn in Grulften sich gesammet. 
Man soll an lichter Weite 
Christen Glauben künden und Christus. 
A m m e l.
        

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