Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921934
228 
gothische 
Der 
Styl. 
Eintheiluilg des Fensters besser vorzubereiten, indem 
man grössere und kleinere (alte und junge) Pfosten 
wechseln liess. Diejenigen, aus welchen nur zwei kleine 
Spitzbogen entsprangen, erhielten jene oben beschriebene 
einfache Form  die andern aber , aus welchen nicht 
bloss zwei kleine, sondern auch zwei grössere, für die 
Ueberspannnng der ersten bestimmte Bögen hervorgin- 
gen, bestanden aus einem mittleren stärkeren Rundstabe 
 
 I.  vß 
zwischen zwei schwächeren, diese die kleinen unteren, jener 
den grösseren oberen Bogen tragend  Hierdurch er- 
langte man den Gewinn, dass schon die Pfosten von 
ihrer Wurzel an die Hauptabtheilungen des ganzen Fen- 
stergitters anzeigten, zugleich gab es aber auch ein 
Mittel, die oberen Pässe oder anderen Figuren organisch 
aus diesen Stämmen zu entwickeln. IMan liess nämlich 
die Rundstäbe da , wo der Pass oder Kreis auf_ dem Ex- 
trados des Bogens auflag, gleichsam ineinandertliessen 
und erst bei der Abweichung Wieder auseinandergehen. 
l)ie Einfassung der oberen Figur erschien dadurch wie 
eine Fortsetzung, oder wie ein Auswuchs der untern, 
Dies motivirte dann weiter die Entstehung des Passes 
innerhalb dieser neuen Figur; denn da sie aus demsel- 
ben Stamme her-verging, Welcher unten ein Plättchen mit 
der Kleeblattform gehabt hatte, so war es natürlich, dass 
derselbe auch hier seine Productionskraft übte und mit-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.