Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921831
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Der 
gothische 
Styh 
reichen Verschlingungen des gedrängten Blätterschmircks 
eine einfachere Zierde. So lange der Pfeiler massenhaft 
gebildet und von breiten Halbsäulen umgeben war, wur- 
den auch die Kapitäle breit geformt und boten daher eine 
Stelle für reichen und phantastischen Schmuck dar; die 
schlanken Dienste gaben dafür keinen Raum und bei der 
harmonischen, weichen Bildung des Pfeiler-s musste das 
Kapitäl anspruchslos sein. Von dem Würfelknaufe, von 
jenen phantastischen Thieren oder Dämonen, von histori- 
schen Darstellungen war nicht mehr die Rede; das 
einfache Aufstreben der Dienste durfte nicht gehemmt, 
nicht unterbrochen werden. Daher kehrte man denn all- 
gemein zur Kelchform zurück, aber nicht zu der des ko- 
rinthischen Kapitals, sondern zu einer steileren, mehr 
cylindrischen, die man dann nicht mit dichtem Laube, 
sondern nur mit leichteren Stengeln und Blättern, sogar 
   
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oft nur mit zwei Kränzen einzelnstehender, unverbundenei- 
Blumen umgab, so dass sie wie angeheftet da standen. 
Diese letzte Form war freilich ziemlich willkürlich und 
unorganisch und blieb weit hinter dem Blätterschmuck ro- 
manischer Kapitäle zurück, indessen wurde der Zweck 
dadurch erreicht, dass die edle Gestalt des Stammes 
durchblickte, wie durch das Frühlingslaub der Bäume. 
Daher hat denn bei einer gelungenen Ausführung des
        

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