Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921699
204- 
Der 
romanische 
StyL 
einen regelmässigen Wechsel von Licht und Schatten 
sich weithin bemerklich machten. Dahin gehörte der 
Zahn fries, eine schmale, zurückweichende Linie mit 
übereckgestellten, also dreieckig vertretenden Steinen, 
die dann von jeder Seite gesehen, einen Wechsel von 
dunkeln und beleuchteten Seiten geben. Er bildet sehr 
häufig die Grundlinie des Gesimses, wo er dann die 
breiten Theile desselben von der Wand kräftig abschnei- 
det. Auf einem ähnlichen Motive beruht die überaus oft 
vorkommende s chachbrettartige 
Verzierung, bestehend aus gleich gros- 
sen aber abwechselnd erhöhten und 
vertieften Stellen, von denen also jene 
hell und diese dunkel erscheinen. Auf grader Wand 
oder schrägen Flächen angebracht, haben die einzelnen 
Felder Würfelform (Würfelfries, franz. (Iamier, engl. 
square-billety-i), an den Wülsten der Gesimse die vor- 
tretenden Theile die Gestalt eines ganzen oder halben 
Rundstabes, einer Rolle. Diese Form ist in Deutschland, 
Frankreich und England sehr häuiigii") und hier unter 
dem Namen Billet (Billettes) wohl bekannt. Zuweilen 
sind die Rollen prismatisch, häufig alterniren sie auch 
nicht mit vertieften Stellen, sondern nur durch ihre Axe, 
was eine ähnliche Wirkung hervorbringtwx). Ausser- 
 dem kommen an den Wülsten und in 
 den Höhlungen der Gesimse manche 
der Verzierungen vor, die ich schon 
 bei den Bögen erwähnte, schuppen- 
 Caumont S. '76 und pl. VI. Nro. 17. 
und IX. c. Glossary pl. '78. 
"O Caumont und Glossary a. a. O. 
h") Sinlons, Schwarz-Rheindorf tab. 2. 
Kallenbach Taf.
        

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