Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921623
'l'hurmbildun g. 
197 
An vielen romanischen Kirchen begnügte man sich 
nicht mit jenem Thurmsystem auf der Ceutralstclle des 
Kreuzes, sondern brachte ausserdem an der Fagade Dop. 
pelthürme an, die dann aber immer zu jenem mittleren 
Kuppelbau in einer deutlichen Beziehung stehen und mit 
demselben eine Gruppe bilden, in welcher schon von 
Weitem der Gedanke einer aus einzelnen selbstständigen 
Theilen zusammengesetzten grösseren Einheit sich kräftig 
ausspricht. 
Die Bildung der Thürme selbst ist noch sehr ein- 
fach. In viereckiger, kleinere Thürme auch in acht- 
eckiger oder in kreisförmiger Gestalt, erheben sie sich 
in vielen Stockwerken von gleicher oder doch wenig 
verschiedener Höhe, alle durch Gesimse und gewöhnlich 
durch den Bogenfries abgeschlossen, und , nur etwa mit 
Ausnahme des untersten, durch Wandarcadeil oder Fen- 
stergruppeil verziert. Die Aussenwände des Thurms sind 
immer ganz senkrecht oder doch nur mit einer geringen 
pyramidalischen Verjüngung, dagegen liegt wohl in den 
wechselnden Fenstergruppen ein pyramidalischer oder rhyth- 
mischer Gedanke, indem sie in den unteren Stockwerken 
breiter, einfacher, in den oberen leichter und zierlicher 
gehalten sind. Hier finden sich mannigfaltigere Formen, 
als in den Fenstern der Kirche selbst, Formen, welche 
sich etwa an die der Gallerieil anschliessen, indem die 
ganze Fensteröffnung durch eine oder mehrere Säulen 
getheilt und die sie verbindenden Bögen wieder von einem 
  grösseren Bogen umfasst sind. Zu- 
.W'.u,TkT' weilen ist bei einer dreitheiligen 
 i'd  Fensterölfnung der mittlere Bogen 
   überhöht, auch findet sich hier wohl 
' 3' schon die Kleeblattform, Beides
        

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