Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921535
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Der 
romanische 
Styl. 
Fenster oder deutlicher durch einfache, mässig hervor- 
tretende Mauerstreifen s. g. Lis enen") bezeichnet, deren 
Verbindung über jedem Compartiment jedes Stockwerks 
entweder bloss durch ein gradliniges Gesimse und durch 
ziemlich weitgestellte Kragsteine, oder durch den B0 gen- 
fries d. h. durch kleine Bögen bewirkt wird, welche 
nach unten geöffnet, sich aneinander reihen und an die 
Lisenen anschliessen. Häufig findet sich jedoch der 
Bogenfries allein, ohne Lisenen, so dass er ununterbrochen 
über der einfachen und ungetheilten Wand fortläuft. Er 
erscheint dann nur als eine das Gesimse vorbereitende 
und unterstützende Ausladung, welche der horizontalen 
Gesimslinie die Andeutung einer verticalen Bewegung 
hinzufügt, und das Princip der Bogenverbiiuhlng, das im 
Innern herrscht, hier im verjüngten Maassstabe ausspricht. 
S. Godehard, Hildesheim. 
Häufig sind aber auch die Lisenen 
Mauerstreifen, sondem ganz oder in 
nicht bloss einfache 
ihrem oberen Theile 
 Dies sonderbare Wort ist nur im Deutschen bekannt, obgleich 
augenscheinlich aus romanischer Wurzel gebildet. Am Nächsten steht 
ihm das italienische Wort: Lista, Streifen. Die französischen Ans- 
Ilrücke: lisiere (Rand), lisse (ein Querbalken im Schitfsbaue) lice 
(Schranken, Weberkette) lisser (glätten) sind ohne Zweifel ver- 
wandten Ursprungs.
        

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