Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921465
Kapitälformexl. 
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reimartiger Wechsel eintrat. Diese Abwechselung kann 
allerdings zu weit gehen, einen unruhigen wühleriseheu 
Charakter tragen; gewöhnlich aber ist sie wohlthätig, sie 
zerstreut nicht, sondern fesselt den flüchtigen Blick, leitet 
ihn durch die Verschiedenheit auf die ihr zu Grunde lie- 
gende Regel, und macht auf die feinen Beziehungen der 
einzelnen Theile aufmerksamm). 
Neben dem Würfel ist besonders die Reminiscenz 
des korinthischen Kapitäls zu bemerken. S0 sel- 
ten eine genaue Nachahmung desselben 
 vorkommt, so-häufig findet man An- 
 klänge daran mit Variationen, die bald 
 eine dunkle, gedankenlos angewendete 
   Erinnerung, bald aber eine sinnvolle 
 i Uebersetzung und Umgestaltung anzei- 
Wulill l gen. Man hielt den Gedanken einer 
Entfaltung fest, die sich auf den Ecken und in der Mitte 
zusammenfasste, und wusste ihn durch mannigfaltige 
Pflanzenornamente, durch 'l'hiergruppen, endlich durch 
einfache, bedeutungslose Ausladungen bald reich und in 
voller Harmonie, bald nur in Grundtönen auszusprechen. 
Daneben kann man als eine dritte Gattung die Kapitale 
anführen, welche die Form des Würfels und die korinthi- 
sehe, die convexe und die concave Biegung, vermitteln. 
Dies geschah in verschiedener Weise. Entweder so. 
dass man das Eckige des Würfels gleichsam abscbliff 
und so die Gestalt eines Beckens erhielt, so dass der 
Umriss Weder die Höhlung des korinthischen noch die 
    1 lnden Beziehunvelu der 
Ü v0" großer Schonlmt sfnd die zwgns; N. D. von ähälons- 
Kapitäle oft in französlschen Kuchen  
sur-Mame.
        

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