Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921308
Das 
Würfelkapitäl. 
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nicht wie in jener byzantinischen Form schrägen, Seiten- 
flächen, dessen Ecken aber nach unten zu so abgerundet 
sind, dass sie einem Kugelausschnitt gleichen. Dadurch 
erhalten denn auch die vier Seitenfiächen statt der graden 
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rechtwinkligen Linie eine bogenförmige Begränzung "Ü. 
Die Ausladung dieses WVürfelkapitäls ist der des korin- 
thischen entgegengesetzt, dieses schwingt sich nach 
innen, jenes strebt sofort nach aussen. Es hat eher eine 
Verwandtschaft mit dem dorischen Kapitäl, Wenigstens 
spricht es wie dieses die Bedeutung des Tragens aut 
eine sehr kräftige und einfache Weise aus. Im Verhält- 
niss zu dem Bogen und der oberen Wand enthält es einen 
sehr glücklichen und bedeutsamen Formgedanken; die 
vier senkrechten Seitenfläehen scheinen dem Mauerpfeiler 
entnommen und stellen vorn und hinten die Wandliäche, 
Seitwärts aber den Durchschnitt der Mauerdicke dar, der 
untere Kugelaussclmitt leitet auf milde und kräftige Weise 
den runden Säulenstamm in diese vierseitige Form hinüber, 
und die auf den Ecken des Würfels entstehende Curve 
entspricht 
der Bogenlinie. 
Sie 
zeigt zwar das A eus s e re 
 Eine andere Vergleichung und Beschreibung, die nicht minder 
fichlig ist, giebt das englische Glossary of architecture (Oxford 1845) 
Indem es das Würfelkapiläl als eine Schale (3 bßwl) mit gradlinig 
und würfelförmig abgeschnittenen Seiten bezeichnet.
        

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