Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921187
Der 
Spitzbogen. 
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Spitzbcgens am besten in der Art, dass man aus 
einem Halbkreise den mittleru Theil ausstösst und die 
beiden äusseren Kreistheile aneinander rückt; sie bilden 
nun nicht mehr eine fortlaufende Rundung, sondern Sios- 
sen mit einer Spitze aneinander. Die Weite des Spitz- 
bogens ist daher immer kleiner als der Durchmesser 
des Kreises, dem die Bögen angehören, und zwar um 
so kleiner, je grösser jenes mittlere ausgestossene Kreis- 
stiick ist. Sie hat aber kein so bestimmtes Verhältniss 
zum Halb messer, indem sie demselben gleich, aber auch 
grösser oder kleiner sein kann, als er. Je kleiner sie ist, 
desto steiler wird der Bogen, je grösser desto stumpfer. 
Man unterscheidet daher drei Arten des Spitzbogens, den 
 gleichseitigen  den lancet- 
 förmigen oder steilen  und den 
  stumpfen  Bei dem ersten 
    ist der Radius und mithin auch die 
   Sehne des Bogens und jede Seite 
a des eingeschriebenen Dreiecks der 
Grundlinie gleich. Bei dem stum- 
"ißß fen ist er kleiner bei dem steilen 
 grösser; das Centrdm, aus welchem 
  die Bögen geschlagen sind, liegt 
    hier innerhalb, dort ausserhalb der 
 i Bogenweite. Man kann daher aus 
demselben Kreise Spitzbögen Sehr 
 verschiedener Art bilden, ZWaY m" 
I  einen gleichseitigen, über Viele 
 stumpfe und steile. Ebenso kann 
 ViM-r "E"  man auch auf derselben gegebenen 
im   Grundlinie Spitzbögen von verschie- 
ß  dener Höhe errichten, je nachdem
        

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