Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste im Mittelalter: Das eigentliche Mittelalter
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-919364
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-921102
Wölbungsarten. 
14-5 
kleinen 
Steine 
k e i 1 förmig , 
auf 
der 
äussern 
Seite 
des 
Gewölbes breiter als auf der innern sind, damit sie der Rich- 
tung der Halbmesser eines Kreises folgen. Man nennt 
die Bearbeitung dieser Steine daher auch den Keil- 
schnitt. Sie werden dann so aneinandergelegt, dass 
die ersten Wölbsteine noch auf den senkrechten Stützen 
oder Wänden ruhen, die folgenden aber eine immer ge- 
neigtere Lage erhalten bis endlich der mittlere, der 
Schlussstein, völlig vertical steht und nur durch den 
Druck, welchen die auf beiden Seiten von dem An- 
fangspuxikte des Gewölbes aufsteigenden Steine wider 
ihn ausüben, gehalten wird; jede dieser Seiten be- 
darf daher auch des durch den Schlussstein ihr zukom- 
menden Gegendrucks der andern. Die Wölbungen sind 
entweder Kuppeln oder Tonnengewölbe oder endlich 
Kreuzgewölbe. Die Kuppel bildet immer einen grös- 
sern oder geringem Theil einer Kugel und setzt in ihrer 
einfachsten Gestalt einen kreisförmigen Unterbau voraus; 
soll sie einen eckigen Raum bedecken, so bedarf es einer 
künstlicheren Verbindung der Rundung mit den Winkeln 
der eckigenVßfand. Das TOIIIIBIIgBWÖIbG ist die ein- 
fache Verlängerung eines auf zwei Stützen gestellten 
Bogens. Man (lenke sich in einem vierseitigen Raume 
am Anfange der einen Wand den Bogen zu der ihr 
gegenüberliegenden Stelle hinübergeführt und dies in 
jedem Punkte dieser Seite fortgesetzt, so erhält man eine 
Wölbung, welche die Gestalt eines halben Cylinders 
oder einer halben Tonne, oder wie die Franzosen sagen, 
einer Wiege (vovite en berceau) darstellt. Da diese 
Wölbung nur die zwei gegenüberliegenden Wände ver- 
bindet, so dienen die beiden andern am Anfang und am 
Ende des Raums ihr nicht als Träger, sie steigen 
IV. 10
        

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